Proteste bei Lützerath: Demonstranten verlassen das Gelände – Polizei räumt das Feld

Nachdem die Polizei sie aufgefordert hatte, das unmittelbare Umfeld des Braunkohletagebaus in Lützerath zu verlassen, begannen viele Demonstranten zurückzukehren. Am Samstagabend habe sich die Lage nach Einbruch der Dunkelheit beruhigt, berichtete ein dpa-Reporter. So regnete es immer wieder stark.

Die anderen Personen, die sich zunächst in der Gegend aufgehalten hatten, wurden laut einem dpa-Reporter von einer großen Polizeikette auf dem Feld zurückgedrängt. Es gab Geschrei, aber zunächst keine Auseinandersetzungen.

Die Polizei hatte zuvor Wasserwerfer gegen die Demonstranten eingesetzt. Ein dpa-Reporter hat es beobachtet. Die Polizei setzte auch Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Gegen vermummte Personen, die versuchten, eine Polizeikette zu durchbrechen, seien sogenannte Mehrzweckschlagstöcke eingesetzt worden, sagte ein Sprecher.

Die Polizei versuchte, die Demonstranten daran zu hindern, das Dorf zu betreten

Was: REUTERS

Die Polizei setzte auch Wasserwerfer ein

Diese: dpa/Federico Gambarini

Die Klimademonstranten waren zuvor von einem Redner am Podium bei einer Kundgebung mit Tausenden Teilnehmern aufgefordert worden, nach Lützerath vorzurücken. „Wir versuchen, sie aufzuhalten“, sagte ein Polizeisprecher. Unterdessen standen einige maskierte Personen am Rande des offenen Himmels, sagte er. Auch pyrotechnisches Material wurde in Richtung der Einsatzkräfte geblasen.

Es kam zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Aktivisten, von denen einige Masken trugen, warfen Schlamm und zündeten Feuerwerkskörper an. Die Polizei drängte die Aktivisten zurück, teilweise mit Schlagstöcken. In den Live-Aufnahmen war eine Menschenkette zu sehen.

Teilweise chaotische Szenen in Lützerath

Was: REUTERS

Quelle: AFP/INA FASSBENDER

Hunderte Demonstranten standen auch direkt am Rand des Rheinischen Braunkohletagebaus. „Ich bin absolut entsetzt darüber, wie sich normale Versammlungsteilnehmer in die absolute Gefahrenzone führen lassen“, sagte der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach. Direkt am Steilhang der Tagebaukante zu bleiben ist ohnehin schon gefährlich, aber erst recht jetzt, wo der Boden durch den Dauerregen aufgeweicht ist.

Die Demonstranten stehen kurz vor dem Abriss

Quelle: AP/Michael Probst

Das von Aktivisten besetzte Dorf Lützerath wird seit Mittwoch von der Polizei geräumt, damit der Energiekonzern RWE die Kohle darunter ausgraben kann. Dorthin führt die Kundgebung, die seit Samstagnachmittag stattfindet und Tausende von Teilnehmern hat.

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Alle Live-Ticker-Updates:

16.44 Uhr – Hunderte protestieren in Leipzig

Hunderte Menschen demonstrierten am Samstag in der Leipziger Innenstadt. Der Protest verlief laut Polizei friedlich und die Teilnehmerzahl lag im “niedrigen vierstelligen Bereich”. Das Ortsbündnis “Lützerath lebt!” Dies erklärte er in einer Erklärung mit etwa 3.000. Die nordrhein-westfälische Stadt Lützerath wird abgerissen, damit der Energiekonzern RWE die Kohle ausgraben kann. Das Leipziger Bündnis kritisierte sie ebenso wie die anhaltende Räumung von Lützerath, wo seit Tagen gegen die Fortsetzung des Braunkohletagebaus protestiert wird.

16.15 Uhr – Die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen wurde übertragen

Bei der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Berlin wurde in der Nacht zum Samstag ein Brief beschädigt und mehrere Fensterscheiben befleckt. Die Polizei prüft nach Angaben eines Sprechers einen Zusammenhang mit den Protesten. Der Polizeisprecher sagte, Unbekannte einer Gruppe von mindestens zehn Personen hätten vor der Landesvertretung NRW einen Brief aus einem Brief entnommen und in eine Sackkarre gesteckt. Aus der Buchstabenkombination „NRW EU“ wurde „NRW E“. Zudem entdeckten Beamte an den Fenstern der Landesvertretung die Worte «Lützi lebt» und «Smash». Als die Polizei eintraf, floh die Gruppe und ließ den Wagen und die Karten zurück.

16:02 Uhr – „Lützerath ist noch da“

Thunberg rief die Lützerather dazu auf, nicht aufzugeben. „Lützerath ist noch da, und solange die Kohle noch im Boden ist, ist dieser Kampf nicht zu Ende“, sagte der 20-Jährige vor großer Menschenmenge. „Heute demonstrieren Sie deutlich, dass Veränderungen nicht von Menschen an der Macht, von Regierungen, von Unternehmen oder von sogenannten Führern kommen werden“, sagte er. „Nein, die wahren Anführer sind hier. Das sind die Leute, die in den Baumhäusern sitzen und Lützerath seit Jahren verteidigen.“

15:18 Uhr – Thunberg ruft Demonstranten zu weiteren Protesten auf

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg rief zu mehr Protesten und Widerstand gegen die Demonstration für den Erhalt der von der Ausgrabung betroffenen Stadt Lützerath (Kreis Heinsberg) auf. „Solange die Kohle im Boden ist, ist dieser Kampf nicht vorbei“, sagte er in einer Rede am Ende der Kundgebung. “Wir haben nicht die Absicht, uns zu ergeben”, rief er den Teilnehmern der Demonstration zu.

Klimaaktivistin Greta Thunberg ruft zu anhaltendem Widerstand auf

Was: REUTERS

Der Klimaaktivist nannte es „schade“, dass Deutschland trotz der Klimakrise weiterhin Verträge mit Energiekonzernen wie RWE abschließe, die Kohle abbauen und verbrennen würden. Der Schwede lobte die große Zahl der Teilnehmer an der Demonstration als „Zeichen der Hoffnung“. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 35.000 Menschen. Die Resonanz zeigt, dass Veränderungen in der Klima- und Umweltpolitik nicht von „den sogenannten Entscheidungsträgern“ in Politik und Wirtschaft erreicht werden, sondern von „den Menschen, die Baumhäuser sind, die hier auf der Straße stehen“.

15:05 – Demonstration in Berlin gegen die Räumung in Lützerath

Bei einer Demonstration für den Erhalt des Dorfes Lützerath im Bereich des Rheinischen Braunkohletagebaus versammelten sich mehrere Hundert Teilnehmer in Berlin am Hermannplatz im Bezirk Neukölln. Die Linke Neukölln hatte unter dem Motto „Das 1,5-Grad-Ziel heißt: Lützerath erhalten! Solidarität mit den Protesten gegen RWE!“ zu dem Protest aufgerufen.

Menschen hielten Schilder mit Aufschriften wie „Keep it on the ground“, „Klimaschutz ist kein Verbrechen“ oder „Moratorium jetzt“. Zunächst wurden 50 Personen registriert, die Polizei sprach nach ersten Schätzungen von 150 Personen, Beobachter gingen von mehr als 300 Demonstranten aus. Einen besonderen Vorfall registrierte die Polizei nicht.

13:48 Uhr – Abbrucharbeiten schreiten voran – Polizei warnt vor unbefugtem Betreten des Tagebaus

Nach Angaben der Polizei Aachen geht der Abriss des Geländes voran. Gleichzeitig warnt er davor, den Tagebau zu betreten. Aufgrund des Regens der letzten Tage besteht akute Rutschgefahr. Nach Angaben der Polizei sind die ersten Demonstranten bereits zum Tagebau gelaufen. „Sie befinden sich in einer Gefahrenzone!“, twitterte der Rettungsdienst. “Setzen Sie nicht Ihr Leben und Ihre Gesundheit aufs Spiel!”

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13:25 Uhr – Demonstranten und Kritiker verweisen auf jahrelange Anti-Kohle-Proteste

Zum Auftakt der Großdemonstration von Klimaschutzaktivisten, Braunkohlegegnern und Umweltverbänden gegen die Sanierung und Ausgrabung von Lützerath am Samstag betonten Anwohner, Aktivisten und Kirchenvertreter ihr langjähriges Engagement, das auf die Kohleverstromung zurückgeht.

Nicht nur mit Lützerath, auch seine Vorgänger hätten seit den 1970er-Jahren gegen den Bergbau im Kreis Garzweiler protestiert und deutlich gemacht, dass „Kohle keine Zukunft hat“, sagte der Bezirksleiter der Jülicher Evangelischen Kirche, Jens Sannig, in einer Pressekonferenz. in Lützerath.

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13:01 Uhr – RWE und THW sollen die Aktivisten aus dem Tunnel holen

Nach Angaben des Energiekonzerns RWE bereiten sie die Entfernung der Aktivisten aus einem Tunnel vor. Sekunden…

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