Ortlechner über Schmid-Aus: „Es musste im Geiste Österreichs geschehen“

Der FK Austria Wien hat am gestrigen Montag den Abgang von Manager Manfred Schmid bekannt gegeben und damit bei den meisten Fans für großes Unverständnis gesorgt. „Die Entscheidung war mehr als unbequem. Wir wussten, dass sie ein riesiges Erdbeben auslösen würde“, erklärt Österreichs Sportvorstand Manuel Ortlechner im Exklusiv-Interview mit Sky. Allerdings müsse die Entscheidung “im österreichischen Interesse” getroffen werden.

Schmid übernahm im Sommer 2021 das Traineramt beim finanziell angeschlagenen Österreich und sicherte sich den dritten Platz und die Gruppenphase der Europa League Conference League. In der laufenden Bundesliga-Saison hat Österreich trotz des Abzugs von drei Punkten noch Chancen auf einen Platz unter den ersten Sechs der Meistergruppe. Es kam jedoch zu einer sofortigen Trennung. „Wir haben gemeinsam Bauchschmerzen bekommen, weil uns klar wurde, dass wir auch in Zukunft über andere Richtungen für Österreich nachdenken werden. Am Ende haben wir gemerkt, dass das nicht mehr geht“, erklärt Ortlechner.

“Ich weiß nicht, ob ich das überleben kann”

Österreichs Sportdirektor war auf die negative Resonanz der Öffentlichkeit eingestellt und beantwortete bis spät in die Nacht die zahlreichen Fragen in seinem E-Mail-Postfach. “Ich meide keine Interviews, ich meide keine Unterstützer oder Sponsoren. Ich versuche das allen sachlich und sachlich zu erklären, weil ich finde, dass der Kenntnisstand darüber, warum wir diese Entscheidung getroffen haben, so krass unterschiedlich ist. Ich kann es niemandem verzeihen, dass viele Menschen wirklich wütend sind und sich fragen: ‚Warum machen sie das jetzt?‘“, sagt Ortlechner und gibt dann einen emotionalen Einblick in seine persönlichen Gefühle: „Ich habe meine Familie darauf vorbereitet und gesagt, ich wäre gut, wahrscheinlich auch für mich sehr unangenehm. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich das tun werde. Ich weiß nicht, ob ich das überleben kann. Aber es musste im Interesse Österreichs getan werden.“

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