Olaf Scholz wirbt für eine erleichterte Einbürgerung von Zuwanderern

Rede aus Deutschland in Berlin

Bundeskanzler Scholz wirbt für eine erleichterte Einbürgerung

Stand: 09:57 | Lesezeit: 2 Minuten

Bundeskanzler Scholz spricht über Einwanderung und Integration

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält eine Rede bei einer Dialogveranstaltung zu Zuwanderung und Integration. Die Veranstaltung trägt den Titel „Deutschland. Einwanderungsland Dialog für Teilhabe und Respekt“. Sehen Sie sich hier seine vollständige Rede an.

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Wer dauerhaft in Deutschland lebt und arbeitet, soll auch wählbar sein, Teil des Landes sein und mit Rechten und Pflichten dazugehören können, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder religiöser Überzeugung, sagt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er hat kein Problem mit mehreren Nationalitäten.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wirbt für eine erleichterte Einbürgerung in Deutschland. „Eine Demokratie lebt von der Möglichkeit, sich zu Wort zu melden“, sagte er am Montag in Berlin bei einer Veranstaltung mit dem Titel „Deutschland. Einwanderungsland. Dialog für Teilhabe und Respekt“. “So entsteht Legitimität, so wächst die Akzeptanz staatlicher Entscheidungen.” Deshalb müsse sich die Politik darum kümmern, “dass die Bevölkerung und die Wählerschaft nicht zusammenbrechen”, sagte Scholz.

Die Kanzlerin wies darauf hin, dass neun Millionen Bürger ohne Staatsbürgerschaft im Land lebten und arbeiteten. Scholz betonte, wer hier dauerhaft lebe und arbeite, solle auch wählbar sein, Teil des Landes sein und Rechte und Pflichten haben, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und religiöser Überzeugung.

Unter Bezugnahme auf das bisherige Prinzip der Vermeidung von Mehrstaatigkeit sagte der Kanzler, er habe nie verstanden, warum darauf bestanden worden sei. Zugehörigkeit und Identität sind kein Nullsummenspiel. Noch heute behalten 60 Prozent der Eingebürgerten ihre erste Staatsbürgerschaft. Die doppelte Staatsbürgerschaft wird insbesondere in der Union mit Skepsis betrachtet.

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Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan (SPD), bezeichnete die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts als “längst überfällige Modernisierung”. Er kritisierte die „hartnäckige Trägheit der Konservativen, wie diese Tage wieder die Zitate aus alten Schubladen und Mottenkugeln demonstrieren“. Er kündigte eine Einbürgerungskampagne an, damit “jeder die Voraussetzungen kennt und seine Anträge optimal vorbereiten kann”.

Nach den Plänen von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) soll die Aufenthaltsdauer in Deutschland vor der Einbürgerungsmöglichkeit von acht auf fünf Jahre verkürzt werden. Zudem soll es Menschen künftig generell erlaubt sein, mehrere Staatsbürgerschaften zu besitzen.

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