Veröffentlicht am 8. Dezember 2022, 16:58
Sexualkriminalität in Wetzikon ZH: „Wir werden ihn verfolgen“ – Social-Media-Nutzer rufen zur Wachsamkeit auf
Im August wurde in Wetzikon eine 23-jährige Frau sexuell genötigt. Nachdem die Polizei ein Geisterbild gepostet hatte, rief Instagram dazu auf, den Täter zu finden.
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Die Kantonspolizei Zürich veröffentlichte am Montag dieses Geisterbild des mutmasslichen Sexualstraftäters.
Kantonspolizei Zürich
Eine 23-jährige Frau kehrte am 21. August aus Wetziker-Chilbi nach Hause zurück, als sie sexuell missbraucht wurde.
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Sie wurde plötzlich von einem unbekannten Mann angegriffen.
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Das ist es, worum es geht
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Eine 23-jährige Frau wurde im August auf dem Heimweg von der Wetziker-Chilbi überfallen und sexuell belästigt.
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Nachdem die Suche nach dem Verantwortlichen bis Anfang Dezember erfolglos blieb, hat die Kantonspolizei Zürich einen Ausweis des mutmasslichen Täters freigegeben.
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Dies hat zu vielen Diskussionen in den sozialen Medien geführt.
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Hinweise seien laut Polizei bereits eingegangen und würden nun geprüft.
Ein veröffentlichtes Geisterbild soll der Kantonspolizei Zürich helfen, einen Mann zu fassen, der im August in Wetzikon einen 23-Jährigen angegriffen und sexuell missbraucht hat. Das Bild wurde in verschiedenen Medien und sozialen Netzwerken geteilt. „szene_isch_zueri“ schreibt zu diesem Post auf Instagram: „Wir bitten euch, mitzuhelfen, dieses Monster zu finden. Schickt es an euer Umfeld, teilt es in der Story.“ Viele Menschen folgten dem Aufruf: In kürzester Zeit wurde er mehr als 9.700 Mal geliked und 245 Mal kommentiert.
Die Tat wurde von den Nutzern scharf kritisiert. „Wie kann man so etwas tun und nachts ruhig schlafen“, schreibt zum Beispiel eine junge Frau. “Solche Leute gehören weggesperrt. Sie sind der Grund, warum man sich als Frau nicht mehr sicher fühlen kann”, sagt eine andere Frau. Doch Aufrufe zur Gewalt häufen sich – etwa “Du musst unscharf auf den Boden kommen.” – oder Dinge wie „Wir werden ihn jagen.“ Das kritisiert ein Nutzer: „Warum nicht warten, bis sie ihn finden, dann den Prozess abwarten und dann urteilen? Selbstjustiz führt zu nichts.“
Mehrere Warnungen sind eingegangen
Nach Angaben der Kantonspolizei Zürich sind seit der Veröffentlichung des Bildes am Montag Hinweise eingegangen. Dem wird nun nachgegangen. „Die Ermittlungen laufen“, sagt Sprecher Alexander Renner. Zu den Kommentaren in den sozialen Netzwerken sagt er: „Jeder, der Gewalt anwendet oder zu Gewalt aufruft, kann strafrechtlich verfolgt werden.“
Nur selten wird ein Identikit veröffentlicht. Warum wurde das hier gemacht? „Das Posten eines Geisterbildes ist eine von mehreren Suchmaßnahmen“, sagt Renner. „Jeder Fall ist anders und es wird individuell geprüft, welche Maßnahmen zum Einsatz kommen.“ Das Geisterbild wurde von geschulten Mitarbeitern mit einem Standard-Computerprogramm erstellt. “Hinweise werden jetzt geprüft und in die Ermittlungen aufgenommen, um die Verantwortlichen zu finden.”
Mann mit stilvoller Frisur
Der Mann ist laut Kantonspolizei Zürich zwischen 170 und 180 Zentimeter gross, schlank und jung. Sie hatte eine tolle Frisur. Sein blondes Haar war an den Seiten kurz rasiert. Am Kopf waren sie etwas zerzaust und standen ein wenig auf. Er trug ein helles T-Shirt und eine schwarze Kapuzenjacke, möglicherweise mit weißem Emblem oder Schriftzug auf der linken Brust, sowie eine schwarze Hose, möglicherweise eine Jogginghose. Sein helles T-Shirt soll nach der Tat Blutspuren gezeigt haben.
Wer Hinweise auf den gesuchten Mann geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 058 648 48 48 an die Kantonspolizei Zürich zu wenden.
Sind Sie oder jemand, den Sie kennen, von sexueller, häuslicher, psychischer oder sonstiger Gewalt betroffen?
Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz
Beratung zu sexueller Gewalt an Frauen
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein
Zwuschehalt, Unterstände für Männer
LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133
Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13
Angebotene Hand, Anliegen Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Kinder- und Jugendberatung, Tel. 147
Beratungsstellen für gewalttätige Menschen
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