Neue Premierministerin Liz Truss: Britische Konservative stürzen in Umfragen ab

Es ist eine verheerende Bilanz für die neue britische Premierministerin: Ihre Partei verliert in den Umfragen deutlich an Boden.

Die regierenden Konservativen Großbritanniens unter Premierministerin Liz Truss haben wenige Tage vor Beginn ihres Parteitags dramatisch an Wählerunterstützung verloren. Wie aus mehreren Umfragen vom Donnerstag hervorging, konnte die oppositionelle Labour Party ihren Vorsprung zugunsten der Wahl weiter ausbauen.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der konservativen Zeitung The Times liegen die britischen Sozialdemokraten 33 Prozentpunkte vor den Konservativen. 54 % der Befragten sagten, sie würden Labour wählen, verglichen mit 21 % der Konservativen.

Der Kurs des Pfunds stürzt ab

Wenige Tage zuvor hatte YouGov einen Vorsprung von gerade einmal 17 Prozentpunkten ausgemacht. Laut Times entspricht der neue Wert der größten von einer Partei geführten Umfrage in Großbritannien seit Ende der 1990er Jahre. Eine Umfrage des Survation Institute gab Labour einen Vorsprung von 21 Prozentpunkten.

Für Truss, dessen Konservative sich von Sonntag bis Mittwoch zum Kongress in Birmingham treffen, ist es in seinen ersten vier Wochen im Amt eine verheerende Bilanz. Den schlechten Umfrageergebnissen gingen heftige Reaktionen der Finanzmärkte auf die letzte Woche vorgestellten Steuersenkungspläne der britischen Regierung voraus. Vor allem die Reichen sollen davon profitieren.

Doch Investoren hatten die vorgestellten Maßnahmen nicht ohne Gegenfinanzierungspläne genehmigt: Der Kurs des Pfunds fiel gegenüber dem US-Dollar auf ein Rekordtief. Die britische Zentralbank musste eingreifen und langfristige Staatsanleihen kaufen, um den Kollaps der Pensionsfonds zu verhindern.

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