Für die meisten Schweizer ist der Traum vom eigenen Feriendomizil ausgeträumt. Allein im letzten Jahr sind die Preise um durchschnittlich 10 Prozent gestiegen, mehr als seit zwölf Jahren. Auch wenn ein Kauf fast unbezahlbar geworden ist, sind Ferienwohnungen weiterhin gefragt. „Die beliebtesten Ferienregionen der Schweiz haben für den Sommer bereits eine Auslastung von bis zu 74 Prozent“, so der Online-Vermittler von Wohnungen und Ferienhäusern E-Domizil.
Allerdings gibt es von Region zu Region große Unterschiede in der Verfügbarkeit. Während zwischen Juni und August im Wallis (53%) und Graubünden (45%) noch gut die Hälfte der Ferienunterkünfte buchbar sind, sind die Verfügbarkeiten im Tessin (33%) und im Berner Oberland (33%) sowie in der Jungfrau vorhanden. Region (26 %) geht langsam zur Neige. Die reserviertesten Schweizer Destinationen mit E-Domizil sind Ascona-Locarno TI, das Unter- und Oberengadin GR, die Region Jungfrau BE und das Toggenburg SG.
Die Schweizer buchen im Sommer wieder längere Ferien
Marcel Meek, CEO der e-domizil AG, zeigt sich überrascht von der hohen Nachfrage in der Schweiz: „Nach der Pandemie haben wir mit einer viel stärkeren Veränderung im Ausland gerechnet.“ Trotzdem würden viele neue Gäste der vergangenen zwei Jahre weiterhin die Vorzüge eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung in Deutschland sehen und wieder buchen. „Insgesamt können wir von einer stabilen Buchungslage in der Schweiz und mehr reisenden Kunden ins Ausland sprechen.“
Auch bei Ferienwohnungen verzeichnet Interhome eine anhaltende Nachfrage. Die Plattform schätzt, dass 56% der Schweizerinnen und Schweizer ihre Sommerferien in der Schweiz verbringen wollen. Bei Interhome ist das Tessin am beliebtesten, gefolgt vom Berner Oberland und dem Wallis. Ein weiterer Trend: Gäste bleiben gerne länger. Aufenthalte von 8 bis 14 Nächten machen mittlerweile 30 Prozent der Buchungen aus. 49 Prozent aller Schweizer Interhome-Gäste planen einen einwöchigen Aufenthalt im Sommer. (smt)