- Hurrikan Ian landete an der Westküste Floridas. Es ist einer der stärksten Stürme, die jemals in den Vereinigten Staaten aufgezeichnet wurden.
- Das Zentrum von vier von fünf Hurrikanen traf die Küste nahe der Stadt Cape Coral, teilte das US-Hurrikanzentrum am Mittwoch mit.
- „Ian“ könnte bis zur Landung am Donnerstag an der Ostküste des Bundesstaates noch zerstörerische Hurrikanstärke haben.
Ian überschwemmte am Mittwoch Straßen und Gebäude im Südwesten Floridas. Mehr als eine Million Menschen waren ohne Strom. Mehr als zwei Millionen Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.
Bildunterschrift: Die Böen des Hurrikans Ian reißen kleine Bäume auf einem Hotelparkplatz in Sarasota, Florida, um. REUTERS/Steve Nesius
Einige der Sturmfluten erreichten eine Höhe von etwa 10 Fuß, sagte Ron DeSantis, Gouverneur von Florida. Wetterexperten befürchteten, dass sie an der Spitze mehr als fünf Meter hoch werden könnten.
Laut Meteorologen zog der Hurrikan nur mit einer Geschwindigkeit von etwa 13 Kilometern pro Stunde nach Nordosten über das Land. Dies machte es angesichts des starken Windes und des Regens noch gefährlicher.
Fernsehbilder zeigten Regen, der die Straßen peitschte, nur die Dächer der Autos ragten aus den Fluten und Trümmer flogen durch die Luft. „Ian“ sollte zu den fünf tödlichsten Hurrikans in Florida gehören, sagte Gouverneur DeSantis. Inzwischen hat er US-Präsident Joe Biden um Hilfe gebeten.
Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte die Bevölkerung seines Bundesstaates zuvor auf schwere Schäden durch den herannahenden Hurrikan „Ian“ vorbereitet. Anwohner wurden eindringlich ermahnt, am Donnerstagmorgen ihre Häuser nicht zu verlassen, etwa um den Schaden zu begutachten. Selbst wenn sich der Hurrikan entfernt, besteht immer noch die Gefahr von Trümmern, heruntergekommenen Stromleitungen und dergleichen.
Politische und wirtschaftliche Folgen von “Ian”
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Disney kündigte an, seine Themen- und Wasserparks in Orlando am Mittwoch und Donnerstag vorsorglich zu schließen. Auch andere Freizeiteinrichtungen, viele Geschäfte und Schulen in Florida sollen geschlossen bleiben.
Wegen des Hurrikans hat die NASA auch den Start der nächsten Crew zur Internationalen Raumstation ISS verschoben: Statt am 3. Oktober könnte „Crew-5“ wie schon sehr bald am 4. Oktober starten, teilte die amerikanische Raumfahrtbehörde an diesem Dienstag mit. . Das Wetter wird genau beobachtet.
Auch in der US-Hauptstadt Washington brachte “Ian” den politischen Kalender durcheinander. Eine für Mittwoch geplante öffentliche Anhörung des Untersuchungsausschusses zum Anschlag auf das Kapitol ist verschoben worden.
Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, mehrere tausend Mitglieder der Florida National Guard seien aktiviert worden und befänden sich in Bereitschaft. Diese könnten zum Beispiel Straßen räumen und bei Such- und Rettungsaktionen helfen.
Evakuierungsanweisungen für 2,5 Millionen Menschen
Evakuierungsanweisungen gelten für 2,5 Millionen Menschen; zahlreiche Menschen flohen in Sicherheit. Die vom Sturm erwartete Region habe seit rund 100 Jahren keinen solchen Hurrikan mehr erlebt, warnte Deanne Criswell von der US-Katastrophenschutzbehörde Fema. Es ist wichtig, dass Menschen, die längere Zeit nicht in dem südöstlichen Bundesstaat gelebt haben und wenig Erfahrung mit Hurrikanen haben, die Angelegenheit ernst nehmen.
Stromausfälle in Kuba wegen „Ian“
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Am Dienstag landete „Ian“ als Hurrikan der Kategorie drei von fünf auf Kuba. In der besonders stark betroffenen Provinz Pinar del Río starben zwei Menschen, nachdem ihre Häuser eingestürzt waren, teilte die kubanische Regierung mit.
Aufgrund großflächiger Stromausfälle und Unterbrechungen von Internet- und Telefonverbindungen gelangten Informationen aus den besonders betroffenen Gebieten nur nach und nach an die Öffentlichkeit.
Experten befürchten zudem, dass in den vergangenen Jahrzehnten in der Region immer näher am Wasser gebaut wurde. Überschwemmungen könnten viele Gebäude beschädigen oder zerstören.