Nach den WM-Vorrunden trennen sich die Wege des DFB und Oliver Bierhoff

Stand: 05.12.2022 23:01

Der Deutsche Fußball-Bund und Manager Oliver Bierhoff trennen sich nach 18 Jahren: Der Vertrag wurde vier Tage nach der Vorrunde der WM in Katar aufgelöst. „Ich ebne den Weg, um neue Wege zu gehen“, sagte Bierhoff.

Nach dem Ausscheiden der Fußball-Nationalmannschaft aus der Vorrunde bei der WM in Katar zog Oliver Bierhoff die Konsequenzen. Der 54-Jährige verlässt den Deutschen Fußball-Bund nach 18 Jahren. Beide Seiten einigten sich darauf, den bis 2024 laufenden Vertrag zu kündigen.

„Dafür übernehme ich die Verantwortung“

„Ich ebne den Weg für eine neue Richtung“, sagte Bierhoff in einem Statement: „Einige Entscheidungen, von denen wir überzeugt waren, haben sich nicht als die richtigen herausgestellt. Niemand bereut es mehr als ich. Ich übernehme die Verantwortung.“ das.”

Unmittelbar nach dem Ende der WM erklärte Bierhoff, er wolle sich nun der Heim-EM 2024 als seinem nächsten großen Ziel zuwenden. „Ich wünsche dem DFB, seinen vielen engagierten Mitarbeitern, allen unter seinem Dach versammelten Verbänden und Vereinen, Institutionen und Initiativen sowie unseren Nationalmannschaften viel Erfolg bei ihren wichtigen Aufgaben“, sagte der ehemalige Profi.

Die Auswirkungen auf Flick als Bundestrainer sind unklar

Die DFB-Gremien beraten nun, wer Bierhoffs Nachfolger wird. Ob der Rücktritt auch Auswirkungen auf die Zukunft von Hansi Flick als Bundestrainer haben wird, war zunächst unklar.

Bierhoff kam 2004 zum DFB, in einer Funktion, die der Verband noch nie zuvor gesehen hatte. Als Teammanager spielte er zwei Jahre später an der Seite von Bundestrainer Jürgen Klinsmann eine Schlüsselrolle bei der WM 2006 in Deutschland. Die Aufbruchsstimmung gipfelte im WM-Sieg Brasiliens 2014.

Markus Bark, SWR aktuell Doha, mit Informationen zum Rücktritt von Oliver Bierhoff

Tagesthemen 23:10, 5.12.2022

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