Mindestens 23 Tote bei Raketenangriff auf Zivilkonvoi in der Südukraine

Mindestens 23 Tote bei Raketenangriff auf Zivilkonvoi in der Südukraine

30.09.2022, 10:47 Uhr

In der ukrainischen Stadt Saporischschja machen sich Zivilisten auf den Weg in das von Russland besetzte Gebiet, um Angehörige abzuholen und Hilfsgüter zu verteilen. Auf dem Weg nach Süden wird der Konvoi von Raketen getroffen. Dutzende Menschen werden getötet oder verletzt.

Bei einem Raketenangriff auf einen Konvoi von Zivilfahrzeugen in der südukrainischen Stadt Saporischschja seien laut ukrainischen Quellen mindestens 23 Menschen getötet worden. Weitere 28 Menschen wurden nach Angaben des Gouverneurs der Regionalverwaltung von Saporischschja, Olexander Starukh, verletzt. Staruch machte russische Truppen für den Angriff verantwortlich. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

Der Konvoi wurde beschossen, als er die Stadt verließ, um in das von russischen Truppen besetzte Gebiet einzudringen. Die Menschen hätten dort Angehörige abholen und Hilfe bringen wollen. Rettungskräfte und Sanitäter seien vor Ort, sagte Staruch.

Aufgenommene Fotografien zeigen am Boden liegende Leichen und in Fahrzeugen auf dem weitläufigen Gelände eines Automarktes. Ein Krater öffnet sich in der Nähe von zwei Fahrzeugreihen. Steine ​​und Granatsplitter beschädigten Autos und Lieferwagen. Die Fahrzeuge sind voller Habseligkeiten, Decken und Koffer.

Der Leiter der russischen Besatzungsverwaltung der Region Saporischschja, Wladimir Rogow, beschuldigte ukrainische Truppen, den Konvoi auf seinem Telegram-Kanal beschossen zu haben. Ihm zufolge wurden 23 Menschen getötet und 34 verletzt, als sie versuchten, in russisch kontrolliertes Gebiet einzudringen. Moskau hat wiederholt bestritten, dass es trotz russischer Angriffe, die ganze Städte und Gemeinden in der Ukraine verwüstet haben, absichtlich Zivilisten angegriffen hat.

Am Nachmittag will der Kreml die Region Saporischschja als eine der vier Regionen neben Cherson, Donezk und Luhansk offiziell annektieren. Bisher haben russische Truppen etwa 70 Prozent der Region besetzt, nicht aber die Hauptstadt der Region, Saporischschja.

Kürzlich wurden in den Regionen gefälschte Referenden über den Beitritt zu Russland abgehalten. Der Westen und Kiew lehnen die Abstimmungen unter der russischen Besatzungsmacht ab, weil sie ohne Zustimmung der Ukraine, unter Kriegsrecht und nicht nach demokratischen Grundsätzen stattgefunden haben.

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