Bund der Mieter Deutschlands
Lage am Wohnungsmarkt “zunehmend dramatisch”
Stand: 11:07 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Der Mieterbund und die Baugewerkschaft warnen vor dem Desaster auf dem Wohnungsmarkt
Der Deutsche Mieterbund und die Baugewerkschaft IG BAU haben vor drastischen Umwälzungen auf dem deutschen Immobilienmarkt gewarnt. Die starke Zuwanderung, insbesondere von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, hat zuletzt den Immobilienmarkt in Deutschland unter Druck gesetzt.
Bund und Länder sollten jetzt das Ruder herumreißen, „sonst erleben wir eine unerwartete Katastrophe auf dem Wohnungsmarkt“: Deutscher Mieterbund warnt vor Massenumbruch. Laut einer Studie ist die Wohnungsnot auf dem höchsten Stand seit 30 Jahren.
Der Deutsche Mieterbund hat vor den großen Umwälzungen auf dem deutschen Immobilienmarkt gewarnt. „Die Alarmglocken der Wohnungsnot haben schon lange nicht mehr so laut geläutet“, sagte Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten den Funke-Zeitungen. Die Wohnungsmarktlage sei “zunehmend dramatisch”.
Bund und Länder sollten jetzt etwas ändern, „sonst erleben wir ein unerwartetes Desaster auf dem Wohnungsmarkt“, sagte Siebenkotten. Er erwartet, dass 2023 ein „sehr hartes Jahr für Mieter“ wird.
Laut einer aktuellen, von Funke-Blätter zitierten Studie ist die Wohnungsnot in Deutschland auf dem höchsten Stand seit 30 Jahren. Bundesweit erreichte das Wohnungsdefizit bis Ende 2022 700.000 Wohnungen, so die Studie des Pestel-Instituts Hannover und des Arbeitskreises zeitgenössisches Bauen des Schleswig-Holstein-Instituts Kiel (Arge). Das sei „mehr als das Doppelte der jährlichen Wohnungsproduktion“.
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Der große Zuzug von Menschen durch den Krieg in der Ukraine hat sich laut der Studie im vergangenen Jahr besonders negativ auf den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt ausgewirkt. Aber auch steigende Investitionskosten und die damit einhergehende sinkende Bautätigkeit wirkten sich negativ aus.
Die IG BAU sieht einen Widerspruch zwischen den Problemen auf dem Wohnungsmarkt und dem Plan der Bundesregierung, die Zahl der Fachkräftezuwanderungen aus dem Ausland deutlich zu erhöhen. „Leben und Arbeiten: das gehört zusammen. Niemand kommt, der hier nicht oder nur mit furchtbar hohen Mieten leben kann“, sagte der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Harald Schaum den Funke-Zeitungen.
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