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Erstellt: 04.12.2022, 14:40
Von: Tanja Banner
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Was kann man am Sternenhimmel sehen? Die Monatsübersicht zeigt es. © imago/Science Photo Library
Der Sternenhimmel im Dezember hat viel zu bieten: Sternschnuppen, Planeten und Sternhaufen. Mars präsentiert ein besonderes Highlight.
Frankfurt – Der Anblick der Sterne ist faszinierend und inspirierend, und der Monat Dezember ist dafür wie kein anderer ideal: Die Sonne geht früh unter und wird am späten Nachmittag dunkel. Auch die Sonne erreicht am 21. Dezember ihren Jahrestiefststand: Es ist der Tag der Wintersonnenwende und die längste Nacht des Jahres. Der astronomische Winter beginnt und die Tage werden wieder länger, berichtet fr.de.
Die langen Dezembernächte sind ideal für Sternenbeobachtungen – es gibt so viel zu sehen. Die Wintersternbilder Orion, Stier, Zwillinge und Fuhrmann gehen Anfang des Monats bis 21:00 Uhr im Osten auf und bringen einige spannende Beobachtungsziele mit sich, die bereits mit bloßem Auge bewundert werden können: Der Orionnebel (M42) ist dabei des “Schwertes des Orion” und ohne Hilfe nur als verschwommener Punkt erkennbar. Aber auch mit einem kleinen Fernglas lassen sich erste Details des Emissionsnebels erkennen.
Sternenhimmel im Dezember: Welche Planeten und Sternbilder sind zu sehen?
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Sternenhimmel im Dezember: Das Sternbild Stier bringt die Plejaden und Hyaden mit sich
Das Sternbild Stier trägt zwei weitere Beobachtungsziele mit sich, die bereits mit bloßem Auge zu erkennen sind: die offenen Sternhaufen Plejaden (M45, „Sieben Schwestern“) und Hyaden („Regenstern“). Die Plejaden waren lange vor der Erfindung des Fernglases als eine Gruppe von Sternen bekannt. Er besteht aus mindestens 400 Sternen und ist mehr als 400 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Hyaden bestehen aus etwa 350 Sternen, die sich etwa 150 Lichtjahre von der Erde entfernt befinden.
Am Himmel sind auch zwei markante Sterne zu sehen: Beteigeuze, der helle, rötliche „linke Schulterstern“ im Sternbild Orion, wurde vor einigen Jahren vermutet, dass er kurz vor einer Supernova stand, weil der Stern an Glanz verlor. Inzwischen hat es sich aber wieder normalisiert. Bemerkenswert ist auch der “Hundestern” Sirius, der Anfang Dezember gegen 22:30 Uhr im Südosten aufgeht. Es ist ein Doppelsternsystem im Sternbild Canis Major. Sirius ist der hellste Stern am Nachthimmel und einer der auffälligsten: Er strahlt in einem bläulich-weißen Licht und neigt dazu, farbig zu funkeln, weshalb er manchmal mit einem UFO verwechselt und entsprechenden Auskunftsstellen gemeldet wird
Planeten der ersten Hälfte der Dezembernacht: Jupiter und Saturn
Ein Objekt, das heller als Sirius am Himmel leuchtet, ist der Planet Jupiter, der nur in der ersten Hälfte der Dezembernacht zu sehen ist. Nachts steht er bereits hoch am südöstlichen Himmel und geht gegen Mitternacht im Westen unter. Noch früher am Abend verabschiedet sich Saturn, der nachts im Süden zu finden ist und gegen 21 Uhr untergeht.
Sternenhimmel im Dezember: Der Mars ist vom Vollmond bedeckt
Aber kein Planet kommt im Dezember dem Mars nahe. „Im Dezember ist unser Nachbarplanet Mars der Stern des Monats“, erklärt Sven Melchert vom Verein der Freunde des Sterns bei fr.de. Er leuchtet besonders hell, da er am 1. Dezember nahe der Erde und am 8. Dezember vor der Sonne steht. „Astronomen nennen das die Oppositionsstellung“, sagt Melchert.
Der rote Planet geht in der Abenddämmerung auf, ist die ganze Nacht am Himmel zu sehen und geht bei Sonnenaufgang wieder unter. Doch damit nicht genug: „Genau am Tag der Opposition ereignet sich ein äußerst seltenes Ereignis: Der rote Planet wird vom Vollmond bedeckt“, sagt Melchert. Kurz nach 6 Uhr morgens am 8. Dezember verschwand Mars hinter dem Mond: „Er taucht eine gute Stunde später auf der anderen Seite des Mondes wieder auf“, sagt der Experte. Wer die Bedeckung verfolgen will, braucht freie Sicht nach Nordwesten, da beide Himmelskörper recht tief am Himmel stehen.
Himmelsblick im Dezember: Uranus, Neptun, Merkur und Venus
Ein weiterer Planet ist im Dezember die ganze Nacht am Himmel zu sehen: Uranus. Er wird am 5. Dezember kurz nach 17 Uhr für etwa 20 Minuten zum zweiten Mal in diesem Jahr vom Mond verfinstert. Bei sehr klarem, dunklem Himmel und mit ein wenig Übung kann der Planet mit bloßem Auge gesehen werden, aber ein Teleskop verbessert die Beobachtung erheblich. Mit einem Teleskop können Sie auch in den Abendstunden die äußersten Planeten unseres Sonnensystems beobachten. Neptun bewegt sich knapp vor Jupiter über den Abendhimmel und geht knapp vor ihm unter.
1. Dezember: Halbmond Halbmond8. Dezember: Vollmond (05:08)16. Dezember: 23. abnehmender Halbmond. Dezember: Neumond (11:16)
Auch die inneren Planeten Merkur und Venus sind im Dezember zu sehen. Merkur ist der Sonne immer sehr nahe, wenn er über den Himmel wandert, was es schwierig macht, ihn zu beobachten. Um Weihnachten herum können Sie ab 17 Uhr versuchen, es am südwestlichen Horizont zu finden. Venus kann auch in dieser Region gesehen werden. Er ist jedoch leichter zu erkennen als Merkur, da er der hellste Planet am Nachthimmel ist.
Sternenhimmel im Dezember: Der Sternschnuppenstrom Geminid ist zu sehen
Wer viele Wünsche hat, muss sich den 14. Dezember vormerken. An diesem Tag erreicht der Sternschnuppenstrom der Zwillinge sein Maximum. Bei perfekten Sichtverhältnissen sind stündlich bis zu 150 Sternschnuppen am Himmel zu sehen. Da das Maximum nur wenige Tage nach Vollmond auftritt, sollten Beobachter vor allem in den Stunden vor Mondaufgang nach Sternschnuppen Ausschau halten. Einen Überblick über die größten Meteoritenschauer des Jahres erhalten Sie in unserem Sternschnuppenkalender. (Tab)