Sie werden wahrscheinlich auch im Alter keine Freunde mehr sein. Trotz lautstarker Antipathie will das Schicksal die Funktionäre der „MA 2412“ – den bewusst legeren Michael „Mike“ Weber (Alfred Dorfer) und den Modelldesigner Engelbert Breitfuss (Roland Düringer) – nicht voneinander trennen. So kreuzen sich die Inbegriffe der Frührentner der Arbeitsverweigerung „Auf der Reha“ und „Im Kino“. Kaum verändert kehren sie am 18. Dezember mit zwei Specials auf ORF1 zurück.
Sicherheitz führt erneut Regie
Dorfer, Düringer und Harald Sicherheititz, die wie im Original für die Regie verantwortlich sind, haben bereits angekündigt, dass die Protagonisten der jetzt “Weber & Breitfuss” betitelten Serie nicht komplett überarbeitet werden. Auch Webers tollpatschiger, direkter und damit misslungener Flirt gehört zur Marke „MA 2412“.
Die Schauspieler sind erwachsen geworden: Obwohl das Toupet von Breitfuss immer noch nicht richtig aussieht, sieht Weber in einem 80er-Trainingsanzug und einer grauen Vokuhila immer noch “so süß” aus.
Seine Situation im ersten Spezialrehabilitationszentrum bleibt jedoch nur angenehm, bis in der Chefetage auffällt, dass der Beamte, der einst für die Wiener Weihnachtsdekoration zuständig war, nicht so viel Geld hat, wie er behauptet. In einem Kommentar zur Zwei-Klassen-Medizin wird Weber von einer hübschen Sachbearbeiterin (Nina Proll) an ihr schlichtes und strenges Gegenüber (ebenfalls Nina Proll) übergeben und wird – wie es nicht anders sein könnte – zur Zimmergenossin seiner ehemaligen Partnerin. Auch die Schauspieler werden von Proll weg recycelt: Zum Cast, der in jedem Film unterschiedliche Rollen übernimmt, gehören Julia Edtmeier, Andrea Händler und Monica Weinzettl (“Frau Knackal”), die meist vage den Protagonisten von jemandem ähnelt.
Vergleicht man die beiden Filme, fällt der etwas zu kontroverse und abrupt endende „Auf Reha“, in dem man die Beweggründe der Häftlinge und Betreiber nachvollziehen muss, in Sachen Story und Humor zurück Als Vampir oder Zombie finden sich Weber und Breitfuss unverhofft „im Film“, witzige Kostüme, mehr oder weniger kompetente Special-Effects-Mitarbeiter und einen Stellvertreter für Mr. Keys: Statt des Weihnachtsmanns im Büro gibt es im Film einen echten Dracula. sieben – den Rest erledigen.
Fans der 2002 eingestellten Serie werden ihre Freude an „Weber & Breitfuss“ haben, und ein oder zwei neue Fans werden wahrscheinlich dazukommen. Ein süßes Highlight ist das Ende: Denn wenn man Angst hat, halten sogar leidenschaftliche Feinde Händchen.