Veröffentlicht am 28. Dezember 2022, 07:48
Luzern: Mann ersticht Opfer für Zigaretten, isst anschliessend Döner
Nachdem ein Automat in einem Restaurant sein Geld geschluckt, aber keine Zigaretten ausgegeben hatte, wurde ein 22-jähriger Mann wütend. Einen Tag später erstach er den Manager.
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An der Gerliswilstrasse in Emmenbrücke hat ein 20-jähriger Mann aus Somalia den Chef eines Restaurants mit einem Messer tödlich verletzt.
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Nach den Ereignissen flüchtete der Mann. Am Bahnhof Luzern wurde er schliesslich festgenommen.
20min/Gianni Walther
Das Luzerner Strafgericht hat den 22-Jährigen nun des versuchten Mordes schuldig gesprochen.
Luzerner Gerichte
Das ist es, worum es geht
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Im Mai 2020 brach in einem Restaurant in Emmenbrücke ein Streit um Zigaretten aus.
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Die Polizei schickte einen Mann vor das Restaurant.
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Am nächsten Tag kehrte er zurück und verletzte den Restaurantleiter mit einem Messer tödlich.
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Das Luzerner Strafgericht verurteilte den Mann zu sieben Jahren Gefängnis.
Das Luzerner Strafgericht hat einen 22-jährigen Mann des versuchten Mordes und der Sachbeschädigung schuldig gesprochen. Grund für die Verurteilung war ein Streit im Mai 2020, der wegen einer Zigarettenschachtel begann. Der damals 20-Jährige wollte an einem Automaten in einem Restaurant an der Gerliswilstrasse in Emmenbrücke eine Packung Zigaretten kaufen. Er steckte einen Zehner in den Automaten, spuckte aber keine Zigarette aus.
Der Manager bemerkte dies und warf Münzen in den Automaten, um dessen Funktionsfähigkeit zu testen. In diesem Fall funktionierte es: Die Maschine warf die Zigaretten weg. Der Sträfling wollte dem Manager die Zigaretten wegnehmen. Er sagte ihr jedoch, sie solle in ein paar Tagen wiederkommen. Der für die Maschine zuständige Mitarbeiter prüft diese. Stellt sich heraus, dass zu viel Geld auf dem Gerät ist, wird es zurückgenommen. Es folgte ein Kampf. Ein Stammgast begleitete den Verurteilten zur Tür, wo die Diskussion fortgesetzt wurde. Eine Luzerner Polizeistreife kam vorbei: Die Beamten konnten den Mann beruhigen und zum Gehen bringen.
Lebensgefährliche Stichwunde im Unterleib
Am nächsten Tag erschien der Sträfling wieder im Restaurant und fotografierte den Manager durch ein Fenster. Sein Geschäftspartner und Stammgast vom Vorabend stand vor der Bar und forderte den Verurteilten auf, das Foto zu löschen. Aber er zog ein kleines Taschenmesser heraus. Die beiden Männer wichen zurück, während der Manager das Restaurant verließ. Plötzlich stach der Mann zu: Der Geschäftsführer habe „eine tödliche Stichwunde von etwa drei Zentimetern Breite und etwa zehn Zentimetern Tiefe“ im Unterleib erlitten, so das Urteil. Der Mann musste operiert werden. „Der tödliche Verlauf der Stichverletzung hätte nur durch sofortige ärztliche Hilfe verhindert werden können“, sagte er.
Anschliessend lief der Messerstecher davon und ging am Bahnhof Luzern einen Döner essen. Er wurde auf dem Bahnhofsplatz festgenommen. In seiner Zelle zerbrach der Mann später während der Haft einen Stuhl und die Toilettenschüssel.
Ein forensisch-psychiatrischer Bericht diagnostizierte mehrere Störungen bei dem Verurteilten. Der 22-Jährige wurde wegen Übernahme einer leicht verminderten Schuldfähigkeit zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Somali wird für zwölf Jahre des Landes verwiesen und muss unter anderem rund 30’000 Franken Anwaltskosten bezahlen. Der Satz ist endgültig.
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