Lützerath: Mehrere Verletzte bei Zusammenstößen bei der Klimademonstration

Nach Angaben der Grünen-Abgeordneten Antje Grothus befinden sich im Bergwerk noch Grundstücke, die nicht dem Energiekonzern RWE gehören. Auch wenn Lützerath geräumt wird, kann die Stilllegung nicht wie geplant erfolgen.

„Im Bereich des aktuell genehmigten Betriebsplans für den Tagebau Garzweiler gibt es Flächen, deren Eigentümer nicht an RWE verkaufen wollen. Dadurch drohen langwierige Enteignungen mit Rechtsunsicherheit auch im geplanten Abbaugebiet nachdem Lützerath geräumt wurde”, sagte Antje Grothus laut “24 Rhein”.

So sieht das Dorf Lützerath von weitem aus.

IMAGO/ANP

Die betroffenen Gebiete lägen zwar im Rahmen des Hauptbetriebsplans für den Steinkohlenbergbau 2023 bis 2025, RWE könne sie aber nicht nutzen, sagte Grothus. Sie fordert: „Um den sozialen Frieden in der Region auch in den kommenden Jahren zu erhalten, ist eine Neuplanung des Tagebaus notwendig. Er muss so geführt werden, dass RWE niemandem mehr Felder wegnimmt.“

Es fordert auch einen Stopp der Räumung, bis ein neuer sozialverträglicher Plan vorliegt. „Ich kenne aus eigener Erfahrung die Gefahren einer groß angelegten Genehmigung für alle Beteiligten. Deshalb fordere ich alle Machthaber auf, die Räumung rückgängig zu machen und sich wieder an den Diskussions- und Verhandlungstisch zu setzen.“

RWE selbst hat das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium bereits davor gewarnt, dass nicht alle Immobilien in seinem Besitz sind. Laut “24 Rhein” heißt es in einem Dokument: “Weitere ungeklärte Grundstückskäufe; weitere Verschlechterungen durch Kohlekürzungen und Abraum wahrscheinlich.” (smk)

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *