Da die Piloten streiken, wurden 800 Flüge gestrichen
Betroffen waren auch mehrere Hundert Passagiere aus der Schweiz
Am Freitag sieht es danach aus, als würde es bei der Lufthansa erneut streiken. Die Fluggesellschaft hat nun reagiert und 800 Flüge gestrichen. Auch Flüge aus der Schweiz dorthin sind betroffen.
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Lufthansa droht am Freitag mit Streik.
Die Lufthansa streicht wegen des am Freitag angekündigten Pilotenstreiks fast ihren gesamten Flugplan. An den Drehkreuzen München und Frankfurt würden rund 800 Flüge mit schätzungsweise 130.000 betroffenen Passagieren gestrichen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Auch für mehrere hundert Passagiere aus der Schweiz fiel der Flug aus. Allein am Freitag musste Lufthansa 13 Flüge von Zürich nach Frankfurt und München streichen. Es gibt auch Flüge von Deutschland in die Schweiz. Auch Lufthansa bietet ab Genf Flüge dorthin an.
Die Gewerkschaft der Lufthansa-Piloten hat für Freitag einen Streik angekündigt. Die Tarifverhandlungen mit der Airline seien erneut gescheitert, teilte die Gewerkschaft Cockpit am Donnerstagabend mit.
Piloten wollen mehr Gehalt
Die Piloten von Lufthansa Cargo und der Deutschen Lufthansa AG wurden nun am 2. September zum ganztägigen Streik aufgerufen. Lufthansa-Flüge ab Deutschland streiken.
Cockpit-Sprecher Matthias Baier erklärte, Lufthansa habe einen Verhandlungstermin in dieser Woche genutzt, „aber nicht genutzt, um mit einem verbesserten Angebot die Forderungen der Gewerkschaft voranzubringen“. Baier fügte hinzu: „Wir müssen also nur einen Arbeitskampf nutzen, um unsere Forderungen zu unterstreichen.“
Warnstreik im Juli, 1.000 Flüge gestrichen
„Um Arbeitskämpfe zu vermeiden, muss Lufthansa ein deutlich verbessertes Angebot präsentieren“, sagte Marcel Gröls, Leiter Tarifpolitik beim Verband Cockpit. „Im Moment sind wir zu weit davon entfernt. Neben dem Ausgleich des Reallohnausfalls brauchen wir jetzt vor allem eine Zukunftslösung für die Vergütungsstruktur aller Berufsgruppen.“
Ende Juli stimmten die Kabinenbesatzungsmitglieder mit überwältigender Mehrheit für einen möglichen Arbeitskampf.
Anfang August hat die Gewerkschaft Verdi mit der Lufthansa einen Tarifvertrag für das Bodenpersonal geschlossen, der deutliche Lohnerhöhungen vorsieht. Zuvor hatte es einen mehr als 26 Stunden im Voraus angekündigten Streik der Arbeiter vor Ort gegeben. Infolgedessen musste Lufthansa mitten in der Ferienzeit mehr als 1.000 Flüge streichen. (AFP/smt)