Lieferung bereits im Oktober Biontech bringt zwei Omikron-Impfstoffe
08.08.2022, 13:10 Uhr
Mit der Vorlage der Quartalszahlen kündigt Biontech zwei neue Corona-Impfstoffe an, die an die Omicron-Varianten BA.1 und BA.4/5 angepasst wurden. Sie sollen im Oktober verfügbar sein.
Das Biotech-Unternehmen Biontech bereitet die Markteinführung von zwei angepassten Omikron-Impfstoffen vor. Biontech kündigte an, dass die Auslieferung des Impfstoffs vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen im Oktober 2022 beginnen könnte. Beide Impfstoffe könnten rechtzeitig verfügbar sein, um Auffrischungskampagnen im Herbst zu unterstützen.
„Unser Covid-19-Produktportfolio umfasst auf Varianten zugeschnittene Impfstoffkandidaten sowie Impfstoffkandidaten der nächsten Generation, die auf einen längeren und breiteren Schutz abzielen“, sagte Biontech-CEO Ugur Sahin. Daher rechnet das Unternehmen im vierten Quartal mit einer steigenden Nachfrage in seinen Schlüsselmärkten.
Für einen der beiden Auffrischungsimpfstoffe, eine Kombination des bestehenden Impfstoffs Comirnaty mit einem Impfstoffkandidaten, der gegen die BA.1-Omicron-Variante des Spike-Proteins gerichtet ist, haben Biontech und sein US-Partner Pfizer kürzlich die Einreichung des Zulassungsantrags in European Medicines abgeschlossen. Agentur (EMA). Dosen dieses Impfstoffs sind ab März/April erhältlich.
Der Umsatz brach im zweiten Quartal ein
Eine Zulassung dieses Boosters wird in den USA nicht erwartet. Die dortigen Firmen konzentrieren sich nach den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde FDA auf einen Booster, der sich neben dem Wildtyp des Virus auch gegen die vorherrschenden Varianten BA.4/5 richtet und mit dem eine klinische Studie starten wird. diesen Monat Auch die ersten Dosen könnten ab Oktober ausgeliefert werden, eine Zulassung in der EU wird ebenfalls erwartet.
Biontech bestätigte seine Prognose für Covid-19-Impfstoffumsätze zwischen 13 und 17 Milliarden Euro in diesem Jahr. Im ersten Halbjahr fakturierte der Konzern insgesamt 9.570 Millionen Euro, 30 Prozent mehr. Der Nettogewinn stieg um 37 Prozent auf 5,37 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal ging es jedoch um 40 Prozent auf 1,67 Milliarden zurück. Der Hersteller des Corona-Impfstoffs führte dies darauf zurück, dass die dynamische Entwicklung der Pandemie „zu einer Verschiebung von Bestellungen und damit zu Schwankungen im Quartalsumsatz führt“.