Stand: 17.01.2023 10:22 Uhr
Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius wird neuer Bundesverteidigungsminister. Das hat die ARD-Hauptstadtstudie herausgefunden. Die SPD-Politikerin folgt auf Christine Lambrecht.
Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) wird nach Informationen der Hauptstadtstudie ARD neuer Bundesverteidigungsminister. Er ist Nachfolger der zurückgetretenen SPD-Politikerin Christine Lambrecht. Die seit Monaten in der Kritik stehende Verteidigungsministerin schrieb am Montagmorgen, sie habe um die Freilassung von Scholz gebeten.
Pistorius ist seit 2013 niedersächsischer Minister des Innern und für Sport. Zuvor sammelte er Erfahrungen vor allem auf kommunaler Ebene, unter anderem als Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück. Der 62-jährige Jurist gilt als bestens vernetzt mit der SPD und als Minister für den schwierigen Job des Verteidigungsministers.
Moritz Rödle, ARD Berlin, über Boris Pistorius als Nachfolger von Verteidigungsminister Lambrecht
tagesschau24 10:00 Uhr, 17.1.2023
Treffen am Donnerstag mit einem amerikanischen Kollegen
Die Sozialdemokraten stehen nun vor einem Kaltstart im Ministerium und sollen am Donnerstag US-Verteidigungsminister Lloyd Austin in Berlin empfangen.
Mit einem Mann als Lambrecht-Nachfolger gerät die von Scholz eigentlich angestrebte Parität im Bundeskabinett aus dem Gleichgewicht. Bisher haben acht Männer und acht Frauen Ministerämter bekleidet; jetzt würde sich das Verhältnis ohne weitere Änderungen auf neun Männer und sieben Frauen belaufen.
Boris Pistorius wird neuer Verteidigungsminister
Georg Schwarte, ARD Berlin, 17.1.2023 10:17 Uhr