Veröffentlicht am 7. September 2022, 14:29
Krankenkassenprämien: So will Alain Berset die Krankenkassenprämien senken
Gesundheitsminister Alain Berset will die hohen Prämien der Krankenversicherung senken. Die von ihm am Mittwoch beschlossenen Maßnahmen zielen auch darauf ab, die medizinische Versorgung zu verbessern.
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Der Bundesrat will die Prämienbelastung für die Menschen in der Schweiz reduzieren.
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Um hohe Prämien zu senken, hat er erneut ein Maßnahmenpaket verabschiedet.
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Jetzt muss das Parlament darüber beraten.
Die Gesundheitskosten in der Schweiz explodieren, das schlägt sich auch in hohen Krankenkassenprämien nieder. Deshalb will der Bundesrat die Kosten im Gesundheitswesen drosseln, damit auch die Prämien günstiger werden. Im zweiten Maßnahmenpaket ist daher geplant, ein Netzwerk koordinierter Aufmerksamkeit zu fördern. Damit sollen Gesundheitsfachkräfte zusammengebracht und medizinische Versorgung aus einer Hand angeboten werden. Alle Leistungen, die im Rahmen dieses Verbundes erbracht werden, müssen zentral durch die Koordinierungsstelle abgerechnet werden.
Auch der Zugang zu innovativen und teuren Medikamenten soll in Zukunft schneller und günstiger werden. Dazu soll die bisherige Praxis von Vereinbarungen mit pharmazeutischen Unternehmen, den sogenannten Preismodellen, auf gesetzlicher Ebene konsolidiert werden. „Ein schneller und kostengünstiger Zugang zu lebenswichtigen und hochpreisigen Medikamenten kann in bestimmten Fällen nur gewährleistet werden, wenn vertrauliche Preismodelle umgesetzt werden“, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Daher sollte die Umsetzung von vertraulichen Preismodellen auch in der Schweiz möglich sein.
Rechnungen elektronisch übermitteln
Auch alle stationären und ambulanten Leistungserbringer müssen künftig alle Rechnungen elektronisch einreichen. Die Papierrechnung muss dem Versicherten aber trotzdem kostenlos zugestellt werden können.
Das Paket beinhaltet laut Bundesrat weitere Massnahmen. „Es geht um die Verbesserung der Prüfung der Wirksamkeit, des Nutzens und der Wirtschaftlichkeit von Arzneimitteln, Analysen sowie Mitteln und Gegenständen und die Einführung fairer Referenzgebühren, um den Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern zu gewährleisten“, heißt es in der Mitteilung. Darüber hinaus wird die Regulierung der Apothekerleistungen angepasst: Sie erhalten die Möglichkeit, im Rahmen von Präventionsprogrammen oder pharmazeutischen Beratungsleistungen eigenständige Leistungen zur Optimierung der Arzneimittelabgabe und Therapietreue zu erbringen.
Die Höhe der Einsparungen ist noch nicht bekannt
Die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen zielen darauf ab, das Kostenwachstum zu bremsen. Einsparpotenziale liegen laut Bundesrat vor allem in der Umsetzung von Medikamentenpreismodellen, aber auch durch die Förderung einer koordinierten Versorgung. Wie hoch die Einsparungen genau sein werden, lässt sich noch nicht abschätzen. Dies hängt davon ab, wie die Maßnahmen von den Akteuren im Gesundheitssystem umgesetzt werden.
Die vom Bundesrat verabschiedete Botschaft wird nun im Parlament diskutiert.
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