1/6
Aktivisten blockierten am Mittwochmorgen eine Autobahnausfahrt.
Klimaaktivisten von Renovate Switzerland blockierten erneut den Verkehr in Zürich. Aktivisten positionierten sich um 8 Uhr morgens mit ihren Transparenten am Ausgang der Manessestraße und blockierten den Weg hinter den Autofahrern. Zuletzt waren sie am Freitag in Utoquai und haben den Feierabendverkehr aufgehalten. Die Proteste stehen im Zusammenhang mit der Klimakrise, auf die Renovate aufmerksam machen will. Dies ist der siebte Block, der im Rahmen der Kampagne durchgeführt wird.
Auf Anfrage bestätigte die Stadtpolizei Zürich am Mittwochmorgen einen Einsatz. Die Anzeige ging kurz nach 8 Uhr bei der Polizei ein. Ab 8.30 Uhr morgens sei die Straße wieder freigegeben, sagt eine Sprecherin der Urban Guard.
Laut einer Aussage von Renovate verursachte die Aktion Staus auf der Autobahn A3 nach Brunau. „Ein paar Autofahrer haben gehupt, aber die Stimmung war relativ ruhig“, sagte er.
“Ich sehe keine andere Lösung”
Sportlehrer Gilbert Rossier (47) beteiligte sich an dem Protest. „Ich habe vier Töchter und alles, was ich verlange, ist, dass sie das Recht auf eine Zukunft und ein lebenswertes Leben haben, so wie ich“, sagte der Mann in der Renovate-Erklärung. Es sei völlig absurd, dass die Untätigkeit des Bundesrates ihn dazu verleite, sagte Rossier.
Auch Nicolas Presti (30) nahm am Block teil. „Ich hasse es, aber ich sehe wirklich keine andere Lösung“, zitierte Renovate den 30-jährigen Barkeeper.
Weitere Blockaden wurden angekündigt
Die Website von Renovate Switzerland erklärt, dass sie bereit sind, Widerstand zu leisten und sich so lange wie nötig an den Blockaden zu beteiligen, “bis der Bundesrat eine substanzielle Antwort auf ihre Anfrage gegeben hat”. Sie würden auch Konsequenzen wie Haftstrafen akzeptieren.
Mit ihren Blockaden fordern die Klimaschützer den Bundesrat auf, eine «Generalmobilmachung» für die energetische Gebäudesanierung anzuordnen.
Die Aktion auf der Manessestraße wird wohl nicht die letzte sein. Renovate-Sprecherin Cécile Bessire (27) sagte vergangene Woche gegenüber Blick: «Allein für Oktober haben wir weitere Operationen geplant.» Die Aktivisten wollen ihre Aktionen fortsetzen, bis der Bundesrat auf ihre Forderungen reagiert. (Baby)