Klatsch im Nationalrat: «SVP-Imark hat mit Angriffen auf Sommaruga eine Grenze überschritten»

Veröffentlicht am 13. September 2022, 13:38

Klatsch im Nationalrat: «SVP-Imark hat mit Angriffen auf Sommaruga eine Grenze überschritten»

Das Rettungspaket für Energiekonzerne wurde am Dienstag im Nationalrat debattiert. Zu heftig für den Co-Präsidenten der SP Cédric Wermuth: Er wirft SVP-Nationalrat Christian Imark vor, gegen Simonetta Sommaruga zur Gewalt aufgerufen zu haben.

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Daniel Graf

Stefan Lanz

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Christian Imark wird nach einer emotionalen Rede im Nationalrat kritisiert.

20 Minuten/Stefan Lanz

Wermuth schreibt auf Twitter, jetzt müssten alle Demokraten zusammenstehen und einen Schlussstrich ziehen.

20 Minuten/Simon Glauser

Der Nationalrat hatte an diesem Dienstagmorgen über das Rettungspaket für Energiekonzerne debattiert.

20min/Matthias Spicher

  • Die Debatte im Nationalrat über das Rettungspaket war hitzig.

  • Zu heftig für SP-Co-Präsident Cédric Wermuth. Er wirft dem Nationalrat der SVP, Christian Imark, auf Twitter vor, zur Gewalt gegen die Bundesrätin der SP, Simonetta Sommaruga, aufgerufen zu haben.

  • Imark wehrt sich: Er wolle nur warnen, dass die Katastrophe noch viel grösser sei als Corona, wenn der Bundesrat Privathaushalten im Winter wirklich den Strom abstelle.

Bis Dienstagmittag beriet der Nationalrat über das Rettungspaket für Energiekonzerne. Der Nationalrat der SVP, Christian Imark, zeigte sich empört: «Eines kann ich Ihnen versprechen, Frau Bundesrat: Wenn Sie die diesen Winter angekündigten Notfallszenarien umsetzen müssen, werden die Menschen auf die Strasse gehen und viel mehr fordern als Ihren Rücktritt . . Sie und Ihre Partei, die Sie hier in diesem Saal seit Jahren die Dogmen der linken Energiewende-Lobbyisten vertreten, Sie haben sich komplett verkalkuliert», sagte der Solothurner Nationalrat.

„Die Zeit ist gekommen, dass wir zusammenstehen“

SP-Co-Präsident Cédric Wermuth geht das zu weit. Auch in einer Demokratie gibt es Grenzen des Sagbaren. Die SVP-Kampagne gegen Simonetta Sommaruga hat heute eine Grenze überschritten“, schrieb er auf Twitter. Diese Aussage von Imark ist ein Aufruf zur Gewalt gegen SP-Energieministerin Simonetta Sommaruga. „Es kommt eine Zeit, in der „Demokraten aller Couleur eine Grenze ziehen müssen. Das ist nun erreicht. Wer schweigt, akzeptiert einen Triumph der Schweizer Politik“, heißt es in dem von Wermuth veröffentlichten Text.

Im Vergleich zu 20 Minuten erklärt Imark es so: „Bei Covid haben wir gesehen, was es den Menschen antun kann, wenn es starke Einschränkungen gibt. Jetzt kommt der Winter und wir müssen befürchten, dass es sehr krass wird mit den Einschränkungen, die den Menschen den Strom rauben.“ schaltet aus.” Seine Aussage lautete: „Wenn das wirklich passiert, wird die Katastrophe viel schlimmer als Corona. Das gefällt vielen wahrscheinlich nicht.“

Imark wehrt sich gegen Vorwürfe der Aufstachelung zur Gewalt

Imark weist den Vorwurf zurück, er habe zur Gewalt gegen Simonetta Sommaruga aufgerufen oder den Sturm auf das Kapitol in Washington geleitet: „Keineswegs. Man darf es einfach nicht unterschätzen. Wir ersparen den Energiekonzernen Milliarden und gleichzeitig bluten die Menschen zu Hause wegen der hohen Energiepreise. Wenn man ihnen dann den Strom abschalte, „zieht es ihnen den Hut“, sagt Imark. Ich wollte nur warnen, dass dies ein großes Problem werden könnte.

Wermuth hat eine solche Reaktion offensichtlich vorausgesehen. „Klar ist, dass die SVP wie immer sagen wird: Das war nicht so gemeint. Aber wir alle wissen, dass es genau das bedeutet.» Diese Aussage kommt nach einer wochenlangen Hetzkampagne der SVP gegen Sommaruga. SVP-Präsident Marco Chiesa sagte kürzlich, das Ziel der SP seien «Chaos, Kälte, Armut, Hunger und Tod».

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