Kalter Winter: Österreicher fragen nach Decken und Öfen

Aus . – 15.09.2022 05:00 (15.09.2022 05:00)

Decken und Öfen: Otto Austria Kunden rüsten sich für den kalten Winter. ©pixabay.com (Symbolbild)

Die Landesniederlassung des deutschen Versandhändlers Otto Group leidet unter den Auswirkungen der Energiekrise. Heutzutage verlangen die Österreicher immer mehr Decken und Kamine.

„Sie stellen sich auf einen herausfordernden Winter ein“, sagte Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der Unito-Gruppe, am Dienstag an einer Pressekonferenz.

Otto Austria: Das Textilgeschäft ist in den letzten sechs Monaten gewachsen

Otto Austria ist ein Tochterunternehmen der Otto Group und Teil der Unito Group, zu der auch die Marken Universal und Quelle gehören. Das erste Halbjahr dieses Jahres sei laut Gutschi trotz Inflation und Energiekrise nicht schlecht gelaufen. Otto Austria ist im Textilgeschäft in den letzten sechs Monaten um 15 Prozent gewachsen. «Die Leute gehen weg, Corona ist vorbei. Schwimmen, Urlaub, Grössen passen nicht mehr», erklärte Gutschi. Schwierigkeiten hatte der Investitionsgüterbereich, hier lag er ein Prozent unter den Werten des Vorjahres, obwohl ein zweistelliges Wachstum erwartet worden war. Technisch lief es etwas besser als letztes Jahr, aber «wir haben uns noch viel mehr vorgenommen», sagt Gutschi.

Die Österreicher passen sich an kühlere Wohnungen an

Die Folgen der Inflation und der Energiekrise machen sich bei Otto Austria zu Beginn des zweiten Halbjahres vor allem im veränderten Konsumverhalten bemerkbar. „Die Leute bereiten sich wirklich darauf vor, ihre Wohnung um zwei Grad zu kühlen und warme Sachen zu kaufen“, fasste Gutschi zusammen. Überraschend sind die Wachstumsraten der Lebens- und Möbelbranche. In den ersten Wochen der zweiten Jahreshälfte wurden hier Zuwachsraten von bis zu 50 % verzeichnet. Auch die Technologie ist im Vergleich zum Vorjahr derzeit um über 50 % gestiegen, da viele vor dem Hintergrund steigender Energiepreise energieeffiziente Geräte kaufen würden.

Das nächste Jahr bleibt eine Herausforderung

Das nächste Jahr wird für Otto-Austria jedoch eine Herausforderung bleiben. Ursprünglich prognostizierte Wachstumsraten von zehn Prozent wurden bis 2023 auf fünf bis zehn Prozent revidiert. Danach werde laut Gutschi aber mit Wachstumsraten von mindestens 15 Prozent gerechnet. 2030 will Otto Austria einen Umsatz zwischen 300 und 400 Millionen Euro erwirtschaften. Im vergangenen Jahr erzielte der Versandhändler einen Umsatz von 100 Millionen Euro.

„Insgesamt machen wir mit unseren Gesellschaften in Österreich mehr als 400 Millionen Euro Umsatz“, sagt Michael Otto, Präsident der Niederlassung Ades der Oder Otto Group. Österreich ist ein sehr wichtiger Markt für uns.“ Die gesamte Otto Group erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 16,1 Milliarden Euro, davon rund 12,1 Milliarden online.

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