“Ich habe es noch nicht erlebt” Ärzte: Die Entlassung hat historische Ausmaße
17.12.2022 03:59
In Deutschland findet derzeit eine beispiellose Krankheitswelle statt. Laut Intensivmediziner Christian Karagiannidis sorgen die Grippe, das RS-Virus und Co. in einigen Regionen für einen Mangel an Intensivbetten. Der Gesundheitsexperte freut sich auf die bevorstehenden Feiertage.
Laut Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat der Krankenstand in der Bevölkerung historische Ausmaße erreicht. „Der Krankenstand in der Gesellschaft ist derzeit extrem hoch, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin der „Rheinischen Post“.
In vielen Regionen gibt es so gut wie keine freien Intensivbetten. Das Hauptproblem seien nicht mehr Corona-Infektionen. „Wir bekämpfen derzeit ein sehr breites Spektrum an Krankheiten: Influenza, RS-Virus, Corona und andere Atemwegserkrankungen, zusätzlich zu den üblichen Notfällen.“ Karagiannidis hat Hoffnung für die Feiertage. „Ich gehe davon aus, dass wir bald für die Feiertage sparen können. Dann geht in den Kliniken meist das Volumen zurück, in den Krankenhäusern gehen die Kapazitäten wieder hoch.“
Der bayerische Gesundheitsminister ruft zu einem Gipfeltreffen auf
Karagiannidis ist auch Mitglied der Regierungskommission für Krankenhausversorgung. Neben Engpässen in den Kliniken hat das Gesundheitssystem auch mit Engpässen bei einer Reihe von Medikamenten zu kämpfen. Karagiannidis plädierte dafür, dass der Staat in Zusammenarbeit mit lokalen Pharmaherstellern bestimmte Medikamente auf Lager produziert, damit sie immer in ausreichender Menge verfügbar sind.
„Für das Land wird es teuer, aber ich finde es besorgniserregend für ein Land wie Deutschland, dass wir schon lange mit diesen Engpässen zu kämpfen haben und dass sich dieser Mangel in diesem Jahr wegen der vielen Infektionen noch verschlimmert hat“, sagt er sagte, sagte Karagiannidis. .
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sprach mit der „Rheinischen Post“ zu einem hochrangigen Treffen zur Arzneimittelversorgung. „Die Bundesregierung sollte noch vor Weihnachten einen Gipfel mit allen beteiligten Institutionen einberufen und gemeinsam mit den Ärztekammern, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, den Apothekern, dem pharmazeutischen Großhandel und den pharmazeutischen Unternehmen nach Lösungen suchen“, sagte der CSU-Politiker.