Hunderte Touristen waren in Machu Picchu gestrandet, darunter auch Österreicher

Hunderte ausländische Touristen sitzen wegen Unruhen in Peru an der berühmten Inka-Stätte Machu Picchu fest. Etwa 800 Touristen seien betroffen, teilten die Behörden am Mittwoch (Ortszeit) mit. „Weniger als zehn Personen“ aus Österreich seien derzeit eingeschlossen, wie das Außenministerium am Donnerstag auf Anfrage der APA mitteilte. Touristen stehen in Kontakt mit der Botschaft. Insgesamt sind derzeit etwa 90 Österreicherinnen und Österreicher in Peru registriert.

Wegen gewaltsamer Proteste gegen die Entlassung und Festnahme des linken Präsidenten Pedro Castillo war zuvor die Eisenbahnlinie zwischen dem Weltkulturerbe und der Stadt Cusco gesperrt worden.

Die hundert Kilometer lange Eisenbahnlinie ist die einfachste und am häufigsten genutzte Route, um nach oder von Machu Picchu zu gelangen. Als Grund für die Blockade nannte die peruanische Staatsbahn „PeruRail“ am Dienstag Sicherheitsbedenken und verwies auf Demonstrationsaufrufe verschiedener Organisationen in Cusco.

Hunderte Touristen saßen in der kleinen Stadt Aguas Calientes am Fuße von Machu Picchu fest. „Wir können hier nicht weglaufen“, sagte der Israeli Gale Dut einem AFP-Reporter. “Ich reise mit meinen Kindern, das ist wirklich ein Problem.” Ich wollte Peru nur “in voller Sicherheit” verlassen, aber das ist im Moment nicht möglich.

In Peru wird seit Tagen gegen die Absetzung und Verhaftung Castillos und den Amtsantritt der neuen Präsidentin Dina Boluarte protestiert. Als Reaktion auf die Gewalt rief die Regierung am Mittwoch landesweit den Ausnahmezustand aus.

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