Heute erster Muezzin-Ruf aus der Erdogan-Moschee | „Allahu Akbar“ über den Dächern Kölns

Heute erster Muezzin-Ruf aus der Erdogan-Moschee |

„Allahu Akbar“ über den Dächern Kölns

Köln – Am Freitag um 13.24 Uhr ertönte erstmals über den Dächern der Stadt Köln der Ruf auf Arabisch: „Allahu Akbar“ (Gott ist groß)! In der Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) in der Venloer Straße in Ehrenfeld wird jeden Freitag ein Muezzin über Lautsprecher zum Gebet rufen.

Erster „Rufer in den Muezzin“ ist Imam Mustafa Kader (29 Jahre alt, seit zwei Jahren in der Gemeinde aktiv): „Ich bin sehr gespannt!“

Das Pilotprojekt, bei dem freitags zwischen 12 und 15 Uhr in den Straßen vor der Moschee bis zu fünf Minuten lang zum Gebet gerufen wird, hat eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren. Die Ditib muss die Bedingungen erfüllen. So ist beispielsweise der Ruf des Muezzins an die Bewohner der Moschee nur mit einer maximalen Lautstärke von 60 Dezibel zu hören.

Die Ditib-Moschee in Ehrenfeld

Fotografie: Patric Fouad

Das Projekt war von Anfang an sehr umstritten. Kritiker werfen der Stadt Köln vor allem der Ditib, einem Verein, der von den türkischen Behörden und damit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan (68) abhängig ist, vor, die Möglichkeit zur öffentlichen Machtdemonstration gegeben zu haben.

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Die muslimische Frauenrechtlerin Seyran Ates (59) kritisiert die Entscheidung: Die Ditib-Moschee in Köln sei „Erdogans langer Arm“, so Ates. “Die deutsche Gesellschaft wird durch diese Aktionen zunehmend gespalten.”

Dr. Zekeriya Altug von Ditib hingegen: „Für uns bedeutet dieser Schritt ein bisschen mehr Respekt und Akzeptanz.“

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