Herzog hat eine Olympiasaison voller Energie hinter sich, in der sie trotz Rückenproblemen und schwieriger Vorbereitung bei den Olympischen Spielen in Peking Vierte über 500 Meter wurde und bei der Weltmeisterschaft von Hamar Bronze im Sprint gewann. „Natürlich hat mich die WM-Medaille noch mehr für das Sommertraining gepusht“, sagte der 27-Jährige.
Um seine Fitness zu testen, nahm Herzog im Sommer an vielen Inline-Skate-Rennen teil und gewann vier Medaillen bei Europameisterschaften: „Im Sommer sieht man, ob man gute Laune hat.“ Herzog war genauso gut. dort wie auf Eis dann in Inzell bei Vorbereitungsrennen. Mit viel Eis und dem anschließenden Training auf dem Rad fühlt sie sich zwar noch etwas eingeklemmt im Rücken, aber nichts hält sie auf.
IMAGO/Ernst Wukits Vanessa Herzog und ihr Mann und Trainer Thomas Herzog arbeiten seit Jahren erfolgreich zusammen
Die Saison ist in zwei Wettbewerbsblöcke unterteilt
Der sechsteilige Weltcup wird in Stavanger eröffnet, eine Woche später geht es auf der norwegischen Strecke in Heerenveen (18.-20. November) weiter. Im Dezember werden in Calgary (Kanada) zwei Wochenenden mit Bad gefahren (vom 9. bis 11. Dezember und vom 16. bis 18. Dezember), eine solche Doppelveranstaltung soll die Reisekilometer reduzieren. Ein weiterer Termin in Herzogs Kalender Anfang dieses Jahres (6. bis 8. Januar) ist der Vier-Wege-Sprint bei den Europameisterschaften in Hamar, Norwegen. Ehemann, Coach und Trainer Thomas Herzog sieht den ersten Wettkampfblock bis dahin.
Der zweite Wettkampfblock der Saison umfasst die Weltcup-Doppel im polnischen Tomaszow Mazowiecki (10.-12. Februar und 17.-19. Februar), am Ende der Saison werden die Weltmeisterschaften vom 2.-5. März in Heerenveen ausgetragen die Medaillen. Zwischen den Blöcken findet auf den Kanarischen Inseln ein Radsportcamp mit dem Team Novus statt.
Die neue Ausbildungskooperation trägt Früchte
Die neue Zusammenarbeit mit dem in den Niederlanden ansässigen Team hat sich für die Herzogs als fruchtbar erwiesen. Zuletzt blieben Aktive für etwa sechs Wochen in Inzell länger, um Herzog als Trainingspartner zu dienen.
Sein großes Ziel in dieser Saison ist es, eine weitere Medaille im Weltcup zu gewinnen, aber jetzt ist es wichtig, den Weltcup gut zu starten. Die Gesamtwelt ist auch für Herzog ein Problem. Keiner seiner Konkurrenten stach laut Herzog bei den Testrennen wirklich hervor. Vor allem aber muss man an die amerikanische Olympiasiegerin Erin Jackson, die Niederländerin und die Polin denken.
Aufgrund ihrer olympischen Leistung erhielt die Zipline eine Wild Card für Stavanger in der 500-mA-Gruppe. Über 1000 m startet sie aufgrund ihrer Weltcup-Ausfälle im vergangenen Winter in der Gruppe B, aber die Qualifikation für die Gruppe A für den Weltcup in Heerenveen ist ihr kurzfristiges Ziel.
Der Fokus bleibt bei 500m
Obwohl Herzog in dieser Saison über 1.000 m angreifen will, bleibt seine Stärke bei den 500 m. „Wir haben auch längere Sachen trainiert, auch was die Speed-Europameisterschaft angeht“, sagt Herzog. Da am Sonntag in Stavanger die 1000 m gelaufen werden, startet am Samstag auch Kärnten nach Wahl über 1500 m. Das soll die ganze Saison über so bleiben. „Weil wir die 1.500 m als Zusatztraining für die 1.000 mitnehmen und auch um eine dritte Distanz zu versuchen“, erklärte Thomas Herzog. “Ich denke, Vanessa sollte in der zweiten Halbzeit mehr solche großen in den 1.000 haben.”
Der Belgier Mathias Voste und der Brite Cornelius Kersten sind zwei Team Novus 1000-m- und 1500-m-Spezialisten, von denen seine Frau im Training sehr profitiert hat, sagt Thomas Herzog. Generell sind beide sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. In Sachen Ausbildung könne man vieles mitgestalten: „Wir können die Aspekte rausnehmen, die wir brauchen. Es gibt keine Alphas oder Superstars im Team. Auch das individuelle Training vernachlässigen wir nicht, was Vanessa in den letzten Jahren stark gemacht hat.”
Geruch wartet auf die ersten Positionen
Zu Saisonbeginn sind neben Ignaz Gschwentner (500, 1.000 m) und Gabriel Odor zwei weitere Österreicher dabei. Die 10. olympische Massenabfahrt bereitet sich in Kanada auf die Saison vor. Schnell war es, sagte der Tiroler, jetzt geht es um Ausdauer. In Stavanger tritt Odor im Massenstart über 1.500 m, 5.000 m an: „Ich hoffe, dass ich in den Einzeldistanzen und den ersten Plätzen im Massenstart in die Gruppe A vorrücken kann.“