Goggia gewinnt erneut – Suter im Lake Louise River Dritter, Hählen Vierter undankbar

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Bei der zweiten Abfahrt von Lake Louise stand der gebürtige Schwyzer wieder auf dem Podium. Das hat Joana Hählen knapp verpasst.

Der Sockel

  • 1. Sofia Goggia (ITA) 1:28,96 Minuten
  • 2. Nina Ortlieb (AUT) +0,34 Sekunden
  • 3. Corinne Suter (SUI) +0,37 Sekunden

Als in Lake Louise alles darauf hinwies, dass der 2. Platz erneut von Corinne Suter eingenommen wird, ging Nina Ortlieb mit der Startnummer 26 ins Rennen. Und aus Schweizer Sicht dürfte die Österreicherin eine große Party werden, und das in ihrem erst zweiten Rennen nach 23 Monaten Pause wegen einer schweren Knieverletzung. Zum Sieg reichte es der 26-Jährigen nicht, doch Ortlieb verwies Suter nur um 3 Hundertstel auf den dritten Platz und verdrängte Joana Hählen vom Podium.

Wieder einmal gab es gegen Sofia Goggia keinen Rasen. 24 Stunden nach ihrem Sieg in der ersten Abfahrt verdoppelte die Italienerin in Kanada. Für den Abfahrts-Olympiasieger aus Pyeongchang ist es der fünfte Sieg in Folge in der kanadischen Provinz Alberta. Vor einem Jahr hatte er im Triple-Format zwei Abfahrtssiege und den Sieg im Super-G errungen.

Suter hatte zuvor in der Startnummer 8 aggressives Fahren gezeigt. Nach der letzten Zwischenzeit unterlief der gebürtigen Schwyzerin jedoch ein kleiner Fehler, wodurch sie stark an Geschwindigkeit verlor. Suter verdrängte Hählen mit seinem Ritt von der Spitze, musste sich aber wenig später Goggia geschlagen geben. Das brachte mehr Tempo in die letzte Etappe und machte den Unterschied in dieser.

Die anderen Schweizerinnen

  • 4. Joana Hählen +0,59
  • 8. Michelle Gisin +1.16
  • 13. Delia Durrer +1,52
  • 13. Lara Gut-Behrami 1.52
  • 15. Jasmin Flury +1.63
  • 19. Priska Nufer 1.92
  • 24. Juliana Suter +2.21
  • 38. Stephanie Jenal +3.39

Durch Ortliebs Heldentaten stand der Österreicher zuvor nur zweimal auf dem Weltcup-Podest, Hählen musste sich mit einem undankbaren vierten Platz begnügen. Die gebürtige Bernerin, die am Freitag bereits als Neunter unter den Top 10 lag, musste kurz vor dem Ziel einen Schockmoment verkraften, als sie ihre Skier verlor. Auch Michelle Gisin schaffte es als Achte nach nur Rang 22 in der ersten Abfahrt in die Top 10.

Mit der Startnummer 32 sorgte Delia Durrer erneut für ein kleines Ausrufezeichen. Am Vortag hatte der 20-Jährige als 20. erstmals Weltcup-Abfahrtspunkte gesammelt. Mit dem 13. Platz, zeitgleich mit Lara Gut-Behrami, zeigte er, dass es kein Zufall war.

Das spätere Programm

Nach den beiden Abfahrtsstrecken steht zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes in Lake Louise am Sonntag ein Super-G an, der erste in diesem Winter. Wieder einmal werden alle Augen auf Goggia gerichtet sein, der einen weiteren Schuss auf die Höhen hat. In einer Woche stehen wieder die Techniker im Mittelpunkt, wenn sie in Sestriere einen Riesenslalom und einen Slalom starten.

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