Frühe Anzeichen und Symptome von Typ-2-Diabetes

Von Thorsten Dargatz | 4. Dezember 2022 um 17:34 Uhr

Das Tückische am Diabetes mellitus Typ 2 ist der schleichende Verlauf. Es kann jahrelang auf dem Körper wüten, ohne dass Sie es merken. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Krankheit bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, wenn die ersten auffälligen Symptome auftreten. Was es sein kann und was mit Prädiabetes gemeint ist.

Diabetologen schätzen, dass etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland an Typ-2-Diabetes leiden, ohne es zu wissen.1 Das ist fatal, weil der Körper einen Zuckerüberschuss im Blut bemerkt. Experten sprechen in diesem Zusammenhang auch vom Zuckergedächtnis. Jahre später macht sich das durch Durchblutungsstörungen und Nervenschäden bemerkbar. Besonders gefürchtet sind der diabetische Fuß oder Wunden, die gar nicht heilen wollen. Als nächstes diskutiert FITBOOK mögliche Anzeichen oder Symptome von Typ-2-Diabetes und erklärt, wie man Prädiabetes definiert.

Unspezifische Symptome von Diabetes mellitus Typ 2 oder mögliche Anzeichen

Diabetes mellitus bedeutet „honigsüßer Fluss“. Denn bei Diabetikern vermischt sich der Blutzucker mit dem Urin und verleiht ihm eine süße Note. Sie können es nicht am Geruch erkennen, aber süßer Urin ist klebrig wie Zuckerwasser, wo er trocknet.

Mögliche Symptome von Diabetes mellitus Typ 2 auf einen Blick

  • schnelleres Einsetzen von Ermüdung und verminderte Belastbarkeit
  • mehr Entzündung
  • starkes Durstgefühl
  • häufigeres Wasserlassen
  • trockene und juckende Haut
  • Kribbeln/Unwohlsein in den Händen
  • verzögerte Wundheilung
  • Verschlechterung des Sehvermögens oder Veränderung des Sehvermögens
  • Verlust der Libido und Potenz
  • Wechselt zwischen Appetitlosigkeit und Heißhungerattacken
  • Neigung zu Muskelkrämpfen
  • häufiger Harnwegsinfektionen
  • Menstruationsbeschwerden
  • bisher unbekanntes aggressives Verhalten

Jeder, bei dem zwei oder mehr dieser Symptome auftreten, sollte einen Arzt aufsuchen. Dies gilt insbesondere für Menschen mit plötzlichem Durst und übermäßigem Harndrang. Beide Symptome sind eng miteinander verbunden. Sie weisen darauf hin, dass die Körperzellen Zucker aus der Nahrung nur noch in deutlich geringerem Maße aufnehmen können. Daher wohnt es im Blut. Der Körper will es jedoch loswerden, also produzieren die Nieren mehr Urin. Manche Menschen können bis zu sechs Liter Urin sammeln. Ärzte nennen das Polyurie. Und lassen Sie sich bitte nicht täuschen: Manche Leute denken, sie müssten so oft auf die Toilette, weil sie so viel trinken. Aber es ist umgekehrt. Sie haben einen unstillbaren Durst namens Polydipsie, weil sie viel Wasser verlieren.

Der enorme Wasserverlust des Körpers führt zu weiteren Problemen: Die Haut wird trocken, rissig, schuppig und beginnt unangenehm zu jucken. Außerdem wird die Durchblutung reduziert, was zu Durchblutungsstörungen führt. Die Kombination aus Symptomen und mangelnder Energieversorgung der Körperzellen und des zentralen Nervensystems äußert sich weiterhin in körperlicher Schwäche und erhöhter Infektanfälligkeit. Auch die Konzentrationsfähigkeit leidet oft darunter.

Eine besonders häufige und unangenehme Nebenwirkung sind Hefepilzinfektionen im Intimbereich. Bakterien fühlen sich in einer zuckerreichen Umgebung sehr wohl.

Symptome wie Taubheitsgefühl und Nervenschmerzen können auf eine durch Typ-2-Diabetes verursachte Nervenschädigung hinweisen: Polyneuropathie. Die damit verbundenen Sensibilitätsstörungen können im fortgeschrittenen Stadium zum diabetischen Fuß führen, der oft schlecht heilende Wunden hat. Im schlimmsten Fall führt das diabetische Fußsyndrom zum Gewebetod und unter Umständen zur Amputation.

Ebenso typisch sind die möglichen Folgen einer Netzhautschädigung im Zusammenhang mit hohen Blutzuckerwerten. Daher kann Typ-2-Diabetes mellitus zu einer vorübergehenden Sehbehinderung bis hin zur Erblindung führen.

Weitere Probleme im unbehandelten fortgeschrittenen Stadium sind Magen-Darm- und Harnwegsinfektionen. Zudem leiden Diabetiker häufig an einer Zahnfleischentzündung (Parodontitis).

Was ist Prädiabetes?

Der Begriff Prädiabetes wird häufig im Zusammenhang mit den Symptomen des Diabetes mellitus Typ 2 verwendet, jedoch sollte sich niemand von „Prä“ täuschen oder irritieren lassen. Auch Prädiabetes sollte ernst genommen werden. Menschen mit Prädiabetes haben Blutzuckerwerte, die höher als normal sind, aber nicht hoch genug für eine Diabetes-Diagnose. Dies wird auch als gestörte Glukosetoleranz bezeichnet. Leider birgt Prädiabetes auch ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Das Fatale auch hier: Die Erkrankung kann jahrelang ohne Symptome bestehen. Viele wissen nicht einmal, dass sie Prädiabetes haben. Bis ernsthafte gesundheitliche Probleme auftreten. Deshalb ist es so wichtig, bei den ersten Anzeichen von Typ-2-Diabetes einen Arzt aufzusuchen.

Für Prädiabetes gelten die gleichen Risikofaktoren wie für Diabetes mellitus Typ 2. Besonders gefährdet sind:

  • übergewichtige menschen
  • Personen ab 45 Jahren
  • Menschen, die einen Elternteil, Bruder oder eine Schwester mit Typ-2-Diabetes haben
  • weniger als dreimal pro Woche körperlich aktiv ist
  • Frauen, die an Schwangerschaftsdiabetes gelitten haben

Wichtig zu wissen: Wer es schafft, abzunehmen und sich mehr zu bewegen, hat gute Chancen, Prädiabetes erfolgreich zu bekämpfen.

Quellen

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