Folgen im NDR | Funkhaus-Chefs verlieren ihren Job

Der NDR zieht erste Schlüsse aus den Skandalen der letzten Wochen!

Der Chefredakteur des Kieler Funkhauses, Norbert Lorentzen (58), und die Politikchefin Julia Stein (50) verlieren ihre Jobs.

Auch interessant

Grund dafür sind Vorwürfe eines „Klima der Angst“ im Zentrum des Rundfunks und Einflussnahme auf die politische Berichterstattung.

Der Intendant des staatlichen Radiosenders NDR, Volker Thormählen, teilte die Personalien heute intern mit Mitarbeitern. Als “erhebliches Problem, insbesondere im Fernsehbereich”, identifizierte der jüngste Interne Audit-Bericht (Berichte BILD) ein von mangelnder Kommunikation und Misstrauen geprägtes Redaktionsklima.

Thormählen: „Ich danke Norbert Lorentzen und Julia Stein für ihre hervorragende journalistische Arbeit. Aufgrund des Vertrauensverlustes habe ich beiden heute morgen mitgeteilt, dass ich nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten werde. Mit Unterstützung der Geschäftsführung werde ich dafür sorgen, dass beide neue Aufgaben außerhalb des Landesrundfunkzentrums Schleswig-Holstein bekommen.“

In dem 43-seitigen internen Bericht erheben NDR-Mitarbeiter schwere Vorwürfe gegen Lorentzen und Stein (BILD berichtet)!

Ergebnis: „Die Angst, dass ein Konflikt die eigene berufliche Existenz beeinträchtigt, ist im Haus zu spüren.“

auch lesen

Vor allem bei Lorentzen gibt es Kritik: Dem Bericht zufolge seien die Mitarbeiter “entmutigt von Lorentzens energischem und konfrontativem Vorgehen”. Besuche in der Geschäftsstelle seien “manchmal ein Kraftakt, auch für erfahrene Redakteure (…)”.

Zittern, Unbehagen, sogar Tränen. „Ich hatte immer Lust, zum Schuldirektor zu gehen“, sagte ein Kollege.

Außerdem im Fokus: politisches Schreiben! Zwischen der umstrittenen Abteilungsleiterin Julia Stein, 50, und den Mitarbeitern bestehe eine “ungenügende Vertrauensbasis”. Die Autoren des Berichts empfehlen, dass „dieses Gebiet umgebaut werden muss“.

Den Abschluss des Berichts bildete ein dramatischer Notruf: „Der gesamte NDR muss helfen, die Lage beim Landesrundfunk zu stabilisieren.“

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *