Treibende Kraft und Torschütze: Zürcher Routinier Blerim Dzemaili drehte es um. Bild: schlüsselfertig
Nur eines der drei im Europapokal verbliebenen Schweizer Teams feiert im Hinspiel der Playoffs einen Sieg. Mit einem 2:1-Heimsieg reist der Zürcher Meister ins Rückspiel gegen die Hearts nach Schottland. Unterdessen müssen sich YB und der FC Basel nach Niederlagen steigern, um in die Conference League einziehen zu können.
18.08.2022, 21:0718.08.2022, 21:40
FC Zürich – Heart of Midlothian 2:1
In den Playoffs der Europa League reist der FC Zürich mit einem knappen Vorsprung ins Rückspiel bei Heart of Midlothian. Trotz Überlegenheit gewinnt Zürich in St.Gallen nur mit 2:1.
In weniger als drei Minuten erzielte der FCZ im St.Galler Exil mehr Tore als in fünf Super-League-Spielen zusammen. In der 32. Minute traf Adrian Guerrero mit einem Volleyschuss nach einem Freistoß von Yanick Brecher und einem misslungenen Kopfball eines schottischen Verteidigers, in der 34. Minute traf Blerim Dzemaili eine von Guerrero abgefälschte Flachflanke aus zwölf Metern ins Netz.
Die zwei Tore des FC Zürich Video: SRF
167 Sekunden lagen zwischen den beiden Treffern des FCZ, wobei Donis Avdijaj und Bogdan Wjunnyk einen Zweier-Angriff bildeten und sich Außenstürmer Guerrero dank der Dreierkette in der Abwehr gut entwickeln konnte. Entgegen dem Spielverlauf geriet Zürich vor dem Doppeltor in Rückstand. Und das, obwohl die Hearts offensiv kaum aufgetreten waren.
Bei einsetzendem Regen profitierte Schottlands drittstärkste Mannschaft nach 20 Minuten von einem unnötigen Freistoß von Ole Selnaes. Der Norweger trat seinem Gegenspieler in einer harmlosen Szene im Strafraum auf den Fuß, Lawrence Shankland steckte den Elfmeter ein. Hearts war vor und nach dieser Szene hauptsächlich mit Abwehrarbeit beschäftigt.
Shankland bringt Hearts in Führung. Video: SRF
Den Kräfteverhältnissen nach zu urteilen – Hearts wurde erst bei einem Abzug des FCZ entscheidend – bekam der FCZ nicht genug von seiner Überlegenheit, zumal die gegnerische Abwehr nach sieben Minuten durch eine Verletzung geschwächt war Der eingewechselte Fabian Rohner vergab nach einem gefährlichen Konter in der 90. Minute die letzte Chance auf ein weiteres Tor aus einer Vielzahl aussichtsreicher Chancen.Blerim Dzemaili bezeichnete das Spiel nach dem Schlusspfiff bei “SRF” als “beste Leistung der Saison”. .
Trotz der Überlegenheit ist das Ein-Tore-Polster des FCZ wenig beruhigend. Gegen die Heimunterstützung sollte Hearts eher eine Angriffsbedrohung darstellen. Das Rückspiel findet am Donnerstag nächster Woche in Edinburgh statt.
Blerim Dzemaili im Match gegen Hearts.Video: SRF
Zürich – Heart of Midlothian 2:1 (2:1) St.Gallen. – 7958 Zuschauer. – MR Frankowski (POL). Tore: 22. Shankland (Freistoß) 0:1. 32. Guerrero 1:1. 34. Dzemaili 2:1.Zürich: Breaker; Omeragisch, Kryeziu, Mets (83. Aliti); Boranijasevic, Dzemaili (74. Graf), Selnaes, Marchesano, Guerrero; Vjunnyk (70. Rohner), Avdijaj (70. Gnonto). Midlothian Choir: Gordon; Atkinson (46. Michael Smith), Kingsley, Halkett (7. Sibbick), Rowles; McKay, Haring (70. Boyce), Devlin, Cochrane; Shankland (93. Ginnelly), Grant (69. Forrest) Anmerkungen: Full Zurich, Heart of Midlothian no Baningime. Warnungen: Marchesano 21 (Beschwerde). 47 Guerrero (Foul). 86 Sibbick (Foul). 92. Michael Smith (Foul).
YB – RSC Anderlecht 0:1
Eine halbe Stunde lang sah alles gut aus für die Young Boys. Die Berner attackierten und remisierten den belgischen Rekordmeister mit dem Selbstvertrauen einer in dieser Saison noch ungeschlagenen Mannschaft. Das 1:0 schien nur noch eine Frage der Zeit. Doch abgesehen von den Chancen von Cedric Itten und Fabian Rieder in den ersten zehn Minuten gab es keine besonders gefährlichen Aktionen. Und langsam schlichen sich Ungenauigkeiten ins YB-Spiel ein. Das Spiel flachte ab.
0:1 Anderlecht: Hannes Delcroix (57) Video: SRF
Nach einem individuellen Fehler wurde das Gegentor kassiert: Meschack Elia wollte in der 57. Minute nach einer Ecke gemeinsam mit Nicolas Moumi Ngamaleu einen Konter starten. Sein Kopfball landete jedoch im eigenen Strafraum und war ideal für Wesley Hoedt, von dem Verteidigerkollege Hannes Delcroix am Ende der unglücklichen Aktion der Berner zum Torerfolg profitierte. Erst nach dem Rückschlag gewannen die Young Boys vor gut 18.000 Zuschauern in Wankdorf wieder an Offensivgeist und hatten gute Chancen auf den Ausgleich, darunter ein Rieder-Freistoß, der von der Latte abprallte. Für Raphaël Wicky war es eine herbe erste Niederlage als YB-Trainer.
Young Boys – Anderlecht 0:1 (0:0) 18.363 Zuschauer. – SR Stavrev (MKD). Tor: 57. Delcroix 0:1. Young Boys: aus Ballmoos; Blum (71. Rüegg), Ali Camara, Zesiger, Lefort (65. Garcia); Sierro (65. Rrudhani), Niasse, Moumi Ngamaleu (65. Nsame); Rieder; Itten, Elia (77. Ugrinisch) Anderlecht: Van Crombrugge; Debast, Hoedt, Delcroix; Murillo, Verschaeren, Trébel (46. Kana), Arnstad (92. Esposito), Amuzu (82. Sadiki); Silva (Olsson 82), Stroeykens (Raman 64) Anmerkungen: Young Boys ohne Benito, Lustenberger (beide verletzt) und Lauper (rekonvaleszent). Rieders 60. Latte. Verwarnungen: 42. Murillo (unsportlich). 63. Blum (Foul). 75. Zesiger (unsportlich). 87 Olson (Foul). 92. Arnstad (unsportlich).
ZSKA Sofia – FC Basel 1:0
Wickys Teamkollege bei Basel, Alex Frei, musste erneut zusehen, wie seine Spieler Großchancen ungenutzt ließen. Sekunden vor der Pause verfehlte Liam Millar solo den brasilianischen Torhüter Gustavo Busatto von ZSKA Sofia, aber der eroberte den Ball erneut und traf nicht auf Dan Ndoye. In der Nachspielzeit war es Zeki Amdouni, der aus guter Position einen Gegenspieler statt das Tor traf.
Im Gegensatz zu anderen Spielen in dieser Saison stand Effizienz jedoch nicht im Vordergrund. Nach den ersten fünf Minuten kam beim FC Basel nicht mehr viel ins Spiel. ZSKA Sofia kam stärker heraus und gewann verdient, obwohl die 1:0-Führung durch ein Eigentor von Basler Außenverteidiger Sergio Lopez erzielt wurde. Wie in der letzten Runde gegen Brondby Copenhagen, als es zu Hause ein 0:1 gab, muss Basel nun vor den eigenen Fans beurteilt werden.
Pechvogel Lopez schiebt den Ball ins eigene Tor Video: SRF
ZSKA Sofia – Basel 1:0 (0:0)SR Strukan (CRO). Tor: 70. Lopez (Eigentor) 1:0 ZSKA Sofia: Busatto; Turizov, Mattheij, Koch, Petrov; Yoga; Jomov (68. Tufegdzic), Vion (83. Geferson), Lindseth, Maurice; Moreno Alvarez (59. Bamba) Basel: Hitz; Lopez, Adams Nase, Comas, Pelmard; Diouf, Burger (80. Szalai); Ndoye, frei, Millar; Amdouni Bemerkungen: Basel ohne Zeqiri, Augustine, Essiam und Seine (alle verloren). Referenzen: 22. Adams Nuhu (Handspiel). 30. Amdouni (Foul). 74. Turizov (Foul). 81. Diouf (Fehler). 82. Vion (vermisst). 85. Lopez (Fehler). (Zweig/Mutter/sda)
Nur eines der drei im Europapokal verbliebenen Schweizer Teams feiert im Hinspiel der Playoffs einen Sieg. Mit einem 2:1-Heimsieg reist der Zürcher Meister ins Rückspiel gegen die Hearts nach Schottland. Unterdessen müssen sich YB und der FC Basel nach Niederlagen steigern, um in die Conference League einziehen zu können.
In den Playoffs der Europa League reist der FC Zürich mit einem knappen Vorsprung ins Rückspiel bei Heart of Midlothian. Trotz Überlegenheit gewinnt Zürich in St.Gallen nur mit 2:1.