Noch eine Woche, dann FC St. Pauli startet in die neue Saison. Zweifellos wird das Millerntor gegen Nürnberg mit 29.546 Fans auflaufen. Am Samstag (9. Juli) absolvierte Trainer Timo Schultz mit seinem Team den Härtetest gegen den kroatischen NK Istra. Sie belegten in der vergangenen Saison den neunten Platz und damit den vorletzten Platz in der 1. Liga.
Vor 250 Fans (nicht mehr fit im Ausweichort Moos/Südtirol) endete der Härtetest 4:1. Endlich Tore gegen Profis. Zuvor gab es in Vorbereitung 0:2-Niederlagen gegen Kiel und Silkeborg (Dänemark).
Sicher ließ Schultz die Kicker in der Startelf spielen, die auch gegen Nürnberg gute Chancen haben. Die Verteidigung bestand aus Leart Paqarada, Jakov Medic, Adam Dzwigala und Manolis Saliakas. Eric Smith (auch Kapitän), Marcel Hartel, Jackson Irvine und Lukas Daschner konnten im Mittelfeld spielen. Johannes Eggestein und Igor Matanovic gingen auf Torejagd. Dennis Smarsch bekam die Chance, die Dinge zu ändern, Nikola Vasilj bekam die Chance, die Dinge zu ändern.
„Es war ein Ort in der schönsten Berglandschaft, die man sich vorstellen kann“, begann Schultz sein Fazit. “Wir haben sehr wenig zugelassen, wir haben einige Chancen ausgelassen. Unsere Rivalen haben uns nicht so herausgefordert, wie sie es nächste Woche gegen Nürnberg tun werden. Unsere Tore waren schön zu sehen.”
Im Match machte ausgerechnet der zentrale Jakov Medic das 1:0. Leart Paqarada bereitete mit einem Freistoß von links vor (14.). Medic beschloss, nicht zu feiern, da er in der kroatischen U19 spielte.
Igor Matanovic erkämpfte sich den Ball zum 2:0 über den Strafraum und vollendete von links unten (33.). Der Torschütze: „Das war eine Verbesserung gegenüber dem letzten Testspiel. Man kann sagen, dass uns die tägliche Taktikbesprechung sehr gut getan hat. Wir hatten so viele Ballgewinne vor uns. So kam das zweite Tor heraus.“ Nach Wiederanpfiff konnte David Otto im Angriff mitspielen, während Marcel Beifus für Dzwigala verteidigte.
Miskovic nutzte einen umstrittenen Unterhändler zum 2:1 (49.). Auch Paqarada eroberte per Foulelfmeter die alte Führung zurück – 3:1 (58.). Dann die nächsten beiden Wechsel: Imsak Serhat konnte für Eggestein in Front spielen. Jackson Irvine wich seinem Landsmann Connor Metcalfe (61.) aus. Auch der Australier hatte ein Tor im Visier, verfehlte den Schlussmann aber (65.).
Insgesamt beschäftigte Schultz 22 Fachkräfte. Ab der 68. Minute: Afeez Aremu für Smith, Luca Zander für Saliakas, Lars Ritzka für Paqarada, Carlo Boukhalfa für Daschner, Franz Roggow für Medic, Niklas Jessen für Härtel.
Mit dem Schlusspfiff sorgte Imsak nach einem herrlichen Pass von Boukhalfa für das 4:1 (90.+3).