Aktualisiert am 23. Dezember 2022, 17:08 Uhr
Deutschland: Lindt-Mitarbeiter zerstörten ihre eigene Schokolade in Geschäften
Lindt-Mitarbeiter zerstörten in Edeka-Filialen ihre eigene Schokolade mit spitzen Stiften. Der Vorwurf: Das Unternehmen wollte Rabattaktionen vermeiden. Lindt schlägt zurück.
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Lindt soll in einem seiner Stores mehr als 25 Produkte beschädigt haben.
IMAGO/Manfred Segerer
Damit wolle Lindt verhindern, dass Edeka Rabattaktionen mit Lindt-Schokolade durchführe, sagt Ehrenfried Schorn, Leiter von sechzehn Edeka-Geschäftsstellen in Nordhessen.
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Mehr als 25 Produkte soll Lindt in einer seiner Filialen beschädigt haben, sagt Schorn.
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Das ist es, worum es geht
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Ein Edeka-Manager wirft Lindt vor, eigene Produkte in den Filialen vorsätzlich zu zerstören.
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Das Zürcher Unternehmen will verhindern, dass Edeka Rabattaktionen mit Lindt-Schokolade anbietet, behauptet der Detailhändler.
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Lindt wehrt sich: Sie lehnen nur Schokolade ab, die nicht mehr genießbar oder verkehrsfähig ist.
Mitarbeiter von Lindt & Sprüngli sollen eigene Produkte in deutschen Supermärkten vernichten, um Rabattaktionen kurz vor dem Verfallsdatum zu vermeiden. Es mag Einzelfälle geben, aber Lindt will den Verkauf zum vollen Preis aufrechterhalten, schreibt “T-Online”.
„Sie haben alle Pralinen und Pralinen mit einem Pappmesser oder einem Kugelschreiber so zerschnitten, dass nicht nur die Verpackung, sondern auch die Ware zerstört wurde“, sagt Ehrenfried Schorn, Leiter von sechzehn Edeka-Filialen in Nordhessen .
Lindt soll mehr als 25 Produkte beschädigt haben
Mehr als 25 Produkte soll Lindt in einer seiner Filialen beschädigt haben, sagt Schorn. Er habe von ähnlichen Aktionen in anderen Branchen gehört. Dieses Verhalten mache ihn “extrem wütend”, sagt Schorn. Bisher verkauft Edeka die Produkte stark reduziert oder verschenkt sie kurz vor Ablauf der Haltbarkeit.
Lindts Außendienst habe ihm mitgeteilt, dass das Unternehmen nicht wolle, dass Edeka seine Produkte bis oder nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verkauft. Laut “T-Online” übernehmen die Außendienstmitarbeiter die Führung der Regale und haben die klassifizierte Schokolade bisher unversehrt gelassen. Jetzt hat sich das geändert.
Zuletzt passierte es laut Schorn kurz vor Weihnachten: Lindt-Mitarbeiter vernichteten Waren mit Filzstiften, insbesondere Pralinenschachteln mit Mindesthaltbarkeitsdatum Januar 2023.
Lindt will Rabatte vermeiden?
Schorn geht davon aus, dass die Praxis Kunden davon abhalten soll, reduzierte Lindt-Schokolade zu kaufen. Lindt kann frische Produkte liefern, sobald die alten aus dem Verkehr gezogen sind. Vor den Edeka-Filialen stünden Menschen “mit einer Dose in der Hand, weil sie kein Brot kaufen können”, sagt Schorn. Gleichzeitig schreibt die Industrie vor, dass unbeschädigte Lebensmittel entfernt werden müssen. “Das ist schwachsinn.”
Schließlich erstattet Lindt den Händlern den Wert nicht verkaufter Waren. Das ist in der Branche ungewöhnlich. „Für den Endverbraucher ist das nur eine Frechheit“, sagt Schorn.
“Letztendlich handelt es sich um einen Sachschaden”
Rechtsanwältin Ina Gerstberger weist darauf hin, dass ihrer Meinung nach die Lindt-Produkte in den Filialen Edeka gehören: Die Filialen kauften schließlich die Schokolade. “Niemand kann kommen und sagen, ich werde die Ware jetzt vernichten.”
„Das ist letztlich ein Sachschaden“, sagt der Anwalt, es sei denn, Edeka hat mit Lindt Verträge abgeschlossen, die den Weiterverkauf der Produkte nach Ablauf des Verfallsdatums untersagen. Dies ist laut Schorn aber nicht der Fall.
Das sagt Lindt & Sprüngli zu den Vorwürfen
Lindt sagt etwa 20 Minuten: Waren, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen, aus dem Handel nehmen, um Frische und Qualität für die Verbraucher zu gewährleisten. Diese Produkte werden von den Händlern vollständig bezahlt und auch in den „Factory Outlets“ von Lindt verkauft. Mitarbeiter direkt an der Verkaufstheke des Händlers arbeiten zu lassen, ist in der deutschen Handelslandschaft ein weit verbreiteter Prozess. In der Schweiz nicht Lindt, sondern der Detailhandel selbstständig.
Lebensmittelvernichtung liegt Lindt fern. Verkäufe kennzeichnen nur einen kleinen Teil der Waren als unverkäuflich. Damit soll verhindert werden, dass „Ware kurz vor dem Verfallsdatum irrtümlich verkauft wird“. Darüber hinaus ermöglicht Lindt Einzelhändlern, Produkte an wohltätige Organisationen zu spenden. Die durch den T-Online-Artikel dargestellte Form der Identifizierung – mit Pappmesser statt Marker – entspricht nicht dem üblichen Vorgehen.
„Wir bedauern diesen Einzelfall sehr und haben ihn bereits ausführlich mit dem Mitarbeiter besprochen“, so Lindt weiter. Um diese Praxis künftig auszuschließen, wurden die Mitarbeiter noch einmal über das übliche Vorgehen informiert, von dem sie nicht abweichen sollten.
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