Es funktioniert in Israel ohne Netanjahu, aber offenbar nicht auf Dauer

Benjamin Netanjahu strebt bei den Neuwahlen ein Comeback an. Die israelische Politik ist in einer Schleife gefangen, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint.

„Bibi“ oder AAB, „Alles außer Bibi“: Das ist die Prämisse der fünften Wahl in dreieinhalb Jahren in Israel. Das Land ist in einer Schleife gefangen: Benjamin (“Bibi”) Netanjahu, der dienstälteste Ministerpräsident in der Geschichte Israels. Ein Großmeister des politischen Schachs und ein beeindruckender Aktivist, der nach Art eines Populisten polarisiert, hat sein Schicksal erneut mit einer Knesset-Wahl verknüpft.

Der 73-jährige Oppositionsführer und Leiter des Likud, ein Top-Überlebender, kämpft um sein x-tes Comeback und um die Vermeidung einer Gefängnisstrafe in einem Korruptionsprozess. Die Haftstrafen für den ehemaligen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und den ehemaligen Präsidenten Mosche Katzav haben gezeigt, dass dies keine leere Drohung ist und dass Israel den Mächtigen keine Gnade zeigt. Der Posten des Ministerpräsidenten würde Netanjahus Immunität garantieren.

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