Erdgas: Kanada schickt eine Gasturbine für die Nord Stream-Pipeline nach Deutschland

Mangel an Erdgas im Ausland

Kanada schickt eine Gasturbine für die Nord Stream-Pipeline nach Deutschland

Stand: 02:14 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

“Ich bin mir nicht sicher, ob Putin sich der Fähigkeiten und Mängel seiner Armee bewusst ist.”

„Bisher hat die russische Armee ihre Fähigkeiten deutlich verbessert“, sagt Dr. Christian Hübenthal, Herausgeber von Situational Security, über Putins Warnung. Obwohl Russland über ein riesiges, hochmodernes Waffenarsenal verfügt, setzt es es nicht immer ein.

Russland sagt, dass die Gaslieferungen nach Europa zunehmen werden, sobald eine kanadische Turbine wieder an der Gaspipeline Nord Stream 1 in der Ostsee installiert wird. Gegen den Willen der Ukraine wird die Turbine nun ausgeliefert.

Der Weg ist frei für die Lieferung der Siemens-Turbine für die Pipeline Nord Stream 1, die in Kanada gewartet wird. Die Regierung von Ottawa sagte am Samstagabend, sie werde eine Ausnahme von den russischen Sanktionen machen und die Turbine an Deutschland zurückgeben. Russland hatte eine Begrenzung der Gaslieferungen durch die Pipeline unter anderem mit dem Fehlen der Turbine begründet.

Die Bundesregierung hatte jedoch betont, dass sie dies als Anspruch werte und Russland die Gasversorgung als politische Waffe einsetze. Russland hingegen hatte angekündigt, dass die Gaslieferungen nach Europa wieder zunehmen würden, wenn die reparierte Turbine nach Kanada zurückkehre.

Die kanadische Regierung kündigte am Samstag an, dass Siemens Canada eine befristete, widerrufliche Genehmigung für die Rückkehr der reparierten Nord Stream 1-Turbinen nach Deutschland erhalten werde.

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Ohne die notwendige Versorgung mit Erdgas hätte die deutsche Wirtschaft große Probleme und es bestehe die Gefahr, dass die Deutschen ihre Wohnungen im Winter nicht mehr heizen könnten, hieß es.

Ein Sprecher der Bundesregierung sprach kürzlich von Kanadas „positiven Signalen“ bezüglich der Rückgabe der Turbine. Die Regierung hat argumentiert, dass die Turbine zurückgesetzt werden sollte, damit Russland sich nicht länger auf ein technisches Problem berufen kann.

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Kanada wiederum missfiel dies, weil Ottawa befürchtete, gegen die Sanktionen Westrusslands zu verstoßen, wenn die Turbine an eine Verdichterstation in Russland geliefert würde. Daher wurde eine Lösung vorgeschlagen, bei der die Turbine zunächst nach Deutschland geliefert würde.

Die Unterbrechung der Gasversorgung von North Stream 1 hat Sofortmaßnahmen der Bundesregierung ausgelöst. Unter anderem befürchtet er, dass die deutschen Gasspeicher im Herbst möglicherweise nicht ausreichend gefüllt sind, um sicherzustellen, dass Unternehmen, die für die Produktion auf Gas angewiesen sind, auch überwintern können.

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Am Montag beginnen die Wartungsarbeiten an der Pipeline, die voraussichtlich zehn Tage dauern werden. Immer wieder wurde die Befürchtung geäußert, Russland könnte noch weniger Gas durch die Pipeline oder den Kopf schicken

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