Energiesparen: Linken-Politiker Bartsch kritisiert den Chef der Netzagentur als „Disziplin der Republik“

Deutschland fordert Energieeinsparungen

Linken-Politiker Bartsch kritisiert Chef der Netzagentur als „Disziplin der Republik“

Stand: 12:55 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, “sollte ihre Rolle in der Energiekrise überdenken”, kritisiert die Opposition.

Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Hier können Sie sich unsere WELT-Podcasts anhören

Zur Anzeige eingebetteter Inhalte ist Ihre widerrufliche Einwilligung zur Übermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter eine solche Einwilligung benötigen. [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem Sie den Schalter auf „on“ stellen, erklären Sie sich damit einverstanden (jederzeit widerrufbar). Dies umfasst auch Ihre Zustimmung zur Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten an Drittländer, einschließlich der USA, gemäß Artikel 49 (1) (a) der DSGVO. Hier finden Sie weitere Informationen dazu. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit über den Schalter und Datenschutz unten auf der Seite widerrufen.

Klaus Müller mahnt Verbraucher immer wieder zum sparsamen Umgang mit Gas. Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Bartsch, kritisiert den ehemaligen Verbraucherschützer nun für die ständigen Rufe und wirft der Politik eine “falsche Energiepolitik” vor.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Dietmar Bartsch, hat den Vorsitzenden der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, wegen seiner wiederholten Aufrufe zum Energiesparen scharf kritisiert. „Klaus Müller ist vom Verbraucherschützer zum Disziplinar der Republik geworden. Sie sollte ihre Rolle in der Energiekrise überdenken“, sagte Bartsch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ („RND“).

„Es ist nicht Aufgabe der Bürger, bei Minusgraden für die oft verfehlte Energiepolitik der Bundesregierung zu frieren. Viele Menschen sparen bereits, wo sie können, auch weil die Energieversorgung im ersten Jahr Ampel zum Luxus wurde“, so die Linke -Flügel-Politiker weiter. „Für die Energieversorgung des Landes ist das Kabinett zuständig, nicht der Verbraucher“, fügte er hinzu.

auch lesen

„Wenn Klaus Müller Angst hat, genug Benzin zu haben, sollte er seinen Parteikollegen Robert Habeck dazu auffordern, größere Gaseinkäufe zu tätigen und nicht ständig an die Bürger zu liefern“, betonte Bartsch. „Im Moment habe ich von Herrn Müller keine Kritik gegenüber dem Wirtschaftsminister gehört. Angesichts seiner Amtszeit ist es merkwürdig.”

Menschen seien keine „harten Fälle“, kritisiert Bartsch

Unzufrieden ist Bartsch auch mit staatlichen Hilfen für Heizöl- und Pelletkunden. Er warf der Ampelkoalition mangelnde Sorgfalt beim Bau vor. „Die Energiesubventionen für Diesel- und Heizpelletskunden sind schlecht formuliert. Seit zehn Monaten sinkt der Heizölpreis. Die Verantwortung verlagert sich nun auf die Bundesländer“, so Bartsch im „RND“-Interview weiter.

Auch den Begriff „Distressed Funds“ lehne er ab, so Bartsch weiter. „Menschen sind keine Härtefälle, sondern Verbraucher, die gegen Preisexplosionen nichts machen können“, sagte er.

auch lesen

Müller, Leiter der Bundesnetzagentur

Auch ist nicht ganz klar, ob die Summe von 1,8 Milliarden Euro ausreichen würde. „Wenn ein Viertel der Verbraucher mit Öl heizt, summiert sich schnell die Summe. Es besteht die Gefahr, dass Bürger mit geringen einmaligen Subventionen abgewiesen werden“, sagt Bartsch. „Dass Subventionen nur rückwirkend gewährt werden und gleichzeitig den Gaskunden bis 2024 geholfen wird, schafft eine neue Ungerechtigkeit“, fügte der Linkspolitiker hinzu.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *