Energierouten Druckabfall in beiden Nord Stream-Gaspipelines

Stand: 27.09.2022 01:38 Uhr

Auch Nord Stream 1 hat nach Angaben des Betreibers Probleme mit dem Gasdruck. Zuvor war ein Leck in der Gaspipeline Nord Stream 2 entdeckt worden, die nicht in Betrieb genommen wurde. Die Behörden sagten, es werde keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit geben.

Einen Tag nach der Gaspipeline Nord Stream 2 ist auch der Druck auf der deutsch-russischen Energieroute Nord Stream 1 deutlich gesunken. Beide Rohre von Nord Stream 1 seien betroffen, teilte die Betreibergesellschaft Nord Stream mit. Infolgedessen wurde die Kapazität der Pipeline ohne Planung auf Null reduziert. Die Ursache wird untersucht.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) und die Bundesnetzagentur gaben übereinstimmend bekannt, dass sie zur Klärung des Sachverhalts miteinander und mit den beteiligten Behörden in Kontakt seien. “Derzeit kennen wir die Ursachen des Druckabfalls nicht”, sagte er.

Es gibt keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit, da kein Gas durch Nord Stream 1 geflossen ist, seit Russland die Lieferungen Anfang September eingestellt hat. “Allerdings steigen die Gedächtniswerte weiter an. Sie liegen derzeit bei etwa 91 Prozent.”

DUH: Keine Umweltgefährdung

Dieser Druckabfall war bereits in der Nacht zum Montag im Schwesterrohr Nord Stream 2 festgestellt worden, allerdings nur in einem der beiden Rohre. Als wahrscheinliche Ursache identifizierten die zuständigen Marinebehörden an diesem Montag ein Leck südöstlich der dänischen Insel Bornholm.

Eine entsprechende Warnung gab die zuständige dänische Behörde am Montagnachmittag heraus. Es wurde ein Gasleck beobachtet. Das Leck soll für die Navigation gefährlich sein und es ist verboten, innerhalb von fünf Seemeilen von dieser Position zu segeln. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) besteht zumindest kurzfristig keine nennenswerte Gefährdung der Umwelt.

Komplettstopp ab September

Obwohl die Pipeline Nord Stream 2 nach ihrer Fertigstellung nie in Betrieb genommen, sondern nur einmal mit Gas befüllt wurde, floss bis Anfang September Gas durch die Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland. Nachdem der russische Staatskonzern Gazprom bereits die Lieferungen durch die Pipeline reduziert hatte, stoppte er diese mit Hinweis auf ein Ölleck in der Verdichterstation Portovaya ganz.

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