Energie: Drexler „gegen Dogmenbeharren“

Sie basiert auf Gesprächen und spricht sich gegen folgende Dogmen aus. Drexler begrüßt den Vorschlag von WIFO-Chef Gabriel Felbermayr, einen Teil der Stromrechnung der Haushalte zu übernehmen. Der Landeshauptmann der Steiermark bekräftigte in Interviews mit Ö1 und der „Wiener Zeitung“, dass die Diskussion um eine Strompreisobergrenze „als letztes Mittel“ geführt werden solle.

Debatte ohne „Dogma“

Auf die Frage, ob Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) seine ablehnende Haltung korrigieren müsse, verweist Drexler zunächst auf Finanzhilfen während der Pandemie, die früher undenkbar gewesen seien, und sagt dann der „Wiener Zeitung“: „So viel, dass niemand soll auf Dogmen bestehen. Niemand sollte sich schämen, wenn man sich in Sachen inhaltlicher Positionierung weiterentwickelt. Man braucht Dialog, Diskussion und einen pragmatischen Umgang mit alltäglichen Herausforderungen.“

Drexler begrüßt auch die Forderung von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) nach einem Preisgipfel: „Ja, Dialog, Gespräch ist wichtig. Man muss nicht alles als Gipfel bezeichnen, aber die Gesprächsrunden wären es.“ sehr hilfreich “.

Zustimmung zum Vorschlag des Leiters des WIFO

Drexler begrüßt auch den Vorschlag von Felbermayr, den Haushalten einen Teil ihres Strombedarfs günstiger zur Verfügung zu stellen, den Rest aber zu hohen Marktpreisen zu verlangen. Gespräche darüber seien “durchaus vielversprechend”, sagte der Landeshauptmann der Steiermark in der Ö1-Interviewreihe “Im Journal zu Gast”.

Ähnlich argumentierte kürzlich der neue Präsident der Tiroler ÖVP, Anton Mattle: Auch er könne sich vorstellen, einen Sockelbetrag zu unterstützen, der für eine Einheitsgröße verwendet wird. “Alles, was darüber hinausgeht, muss bezahlt werden.” Angesichts der konkreten Situation in Tirol würde Mattle im Sinne einer Preisobergrenze mit Gas und nicht mit Strom starten.

Rendi-Wagner für die Verschiebung der CO2-Steuer

Unterdessen bekräftigte die Opposition ihre Kritik an der Regierung: Die Präsidentin der SPÖ, Pamela Rendi-Wagner, forderte eine Senkung der Mineralölsteuern und eine weitere Verschiebung der bereits verschobenen Einführung des CO2-Preises bis Herbst. Für Rendi-Wagner wäre es „leichtsinnig und zynisch“, die Preise mit diesem Kostenfaktor weiter anzuheben.

Deshalb soll der CO2-Preis dieses Jahr nicht eingeführt werden. Dem Argument, der CO2-Preis sei aus Gründen des Klimaschutzes notwendig, hält Rendi-Wagner wenig ab: „Die dringendste Aufgabe muss jetzt sein, eine soziale und wirtschaftliche Krise zu verhindern. Es braucht eine Klimapolitik mit Pragmatismus.“

Angesichts der hohen Spritpreise warf FPÖ-Präsident Herbert Kickl der Koalition vor, Autofahrer „sagner“ an der Zapfsäule stehen zu lassen und den Mineralölkonzernen Rekordgewinne zu bescheren. Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) wirbt um die Mineralölkonzerne, anstatt eine Preisobergrenze einzuführen, sagte Kickl in einer Aussendung.

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