Was für ein Schauspiel! Das WM-Viertelfinale zwischen Argentinien und den Niederlanden schien bereits entschieden, die Albiceleste führte nach Toren von Nahuel Molina (35.) und Superstar Lionel Messi (73.) bereits mit 2:0, bevor der ehemalige Wolfsburger Wout Weghorst die Bühne betrat.
Den ersten Anschluss erzielte der Angreifer per Kopf (83.), in der elften Minute der Nachspielzeit veredelte er einen sehenswerten Freistoß zum Ausgleich. Die Südamerikaner setzten sich schließlich im Elfmeterschießen durch. Auch weil sie dem Torhüter Emiliano Martínez vertrauen konnten. Der Torhüter von Aston Villa hielt zwei Elfmeter.
Trotzdem wurde Messi zum Mann des Spiels gewählt. Der Ausnahmespieler von Paris Saint-Germain hatte einmal mehr den vielzitierten Unterschied gemacht, indem er nicht nur im Match und im Elfmeterschießen traf, sondern auch Molinas erstes Tor hervorragend vorbereitete.
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Kroatien beendete Brasiliens WM-Traum im Elfmeterschießen
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Während La Pulga erneut positiv auffiel, erntete der spanische Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz viel Kritik.
Drei Dinge, die aufgefallen sind.
1.) Ein Außerirdischer unter 21 Personen
Messis größter Traum, WM-Gold zu gewinnen, geht weiter. Es ist auch deshalb lebendig, weil der siebenmalige Ballon d’Or-Gewinner eine entscheidende Rolle darin gespielt hat. Der Floh schwebte über den Rasen, ließ Gegner um Gegner fallen, zeigte gute Sicht und übernahm Verantwortung.
Sein No-Look-Pass, der Molinas Tor vorbereitete, war ein fußballerisches Kunstwerk. Perfekt temperiert, perfekte Raumanalyse. außerirdisch Danach war er es, der das Offensivspiel Argentiniens überstand. Mit sechs Torschüssen erzielte Messi so viele Schüsse wie alle Elftal-Spieler zusammen. Er hatte auch mehr Schussvorlagen.
Lionel Messi
Bildnachweis: Getty Images
Schon im Spiel versenkte er einen Elfmeter sicher, im entscheidenden Zweikampf vom Elfmeterpunkt nahm er sich – anders als sein PSG-Kumpel Neymar wenige Stunden zuvor – als Erster den Ball und legte ihn wieder in den holländischen Strafraum. Der Kapitän hatte die Verantwortung übernommen. Auch wenn der Eindruck entstand, dass der Impuls auf der Seite der Europäer lag.
“Es ist unglaublich, man kann es nicht in Worte fassen. Am Ende haben wir gelitten”, sagte Messi nach dem Spiel. Er fügte hinzu: “Am Anfang lief es gut und wir dachten, wir wären fertig. Aber es ist ein Viertelfinale. Am Ende haben wir es geschafft. Wir wollen gewinnen.”
Vor allem Messi, der Außerirdische unter allen Menschen, ist besonders siegeshungrig.
2.) Poker Dealer Lahoz verliert den Überblick
Pokerdealer sind professionelle Dealer, und manchmal auch ein Fußballschiedsrichter. Schiedsrichter Antonio Lahoz hat es am Freitagabend beim WM-Klassiker zwischen der Oranje und der Albiceleste bewiesen. Der Spanier erhielt während des Spiels 15 gelbe Karten und stellte damit einen neuen WM-Rekord auf.
Ab Minute 45 rutschte das Match immer weiter ab, immer wieder prallten die beiden Mannschaften aufeinander, es gab regelmäßige Formationen, die Pfiffe und Beruhigungsversuche von Lahoz wirkten eher ohnmächtig als rigoros.
Vor allem Argentinier äußerten danach Kritik. Weniger wegen der Kartenlawine, sondern wegen der Entscheidung von Lahoz, im zweiten Durchgang eine zehnminütige Nachspielzeit auszurufen. “Er hat zehn Minuten Nachspielzeit gegeben. Er wollte, dass es ein Unentschieden gibt”, sagte Torhüter Emiliano Martínez nach dem Spiel.
Lionel Messi und Antonio Matthew Lahoz
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Messi, der eigentlich “nicht über den Schiedsrichter sprechen wollte”, sagte gegenüber TyC Sports: “Ich bin sehr wütend. Ich denke, es sollte nicht so enden. Wir hatten Angst vor dem Spiel, weil wir wussten, wer er ist.” .” Er fügte hinzu: “Die FIFA muss Ermittlungen anstellen. So einen Schiedsrichter kann man für dieses Spiel nicht haben. Er ist dem nicht gewachsen.”
Auch Ex-Nationalspieler Sergio Agüero schoss auf den Schiedsrichter: „Dieser Schiedsrichter zieht gerne Aufmerksamkeit auf sich. Mein Gott.“ DFB-Schiedsrichter Patrick Ittrich sagte gegenüber ‘MagentaTV’: “Wenn ich ein Schiedsrichter mit viel Außenwirkung bin, muss ich irgendwann ein Brett setzen. Er hat diesen Moment verpasst. Deshalb ist ihm das Spiel aus den Händen gerutscht. Er hat es getan.” hat nicht seinen besten Tag.”
3.) Ein Geniestreich am Ende bringt keine Belohnung
Viertelfinale der WM. Elf Minuten Nachspielzeit. Freistoß aus aussichtsreicher Position. Die letzte Chance, dem Ende zu entgehen. Nicht gerade die perfekte Situation, um den Experimentierkasten zu zücken, würde man zumindest meinen.
Teun Koopmeiners und Weghorst waren da offenbar anderer Meinung. Anstatt den Ball über die Mauer zu rollen oder hart in Richtung des Torwarts zu schicken, setzte Koopmeiners ihn auf Weghorsts Lauf vor die argentinische Mauer. Der Mittelstürmer von Besiktas trat kalt an. Der zweite Schlag des Jokers.
Eine Premiere für die Elftal, noch nie zuvor hatte ein Einwechselspieler bei einem großen Turnier einen Doppelpack erzielt. Der Geniestreich, der Argentinien in die Hälfte warf, blieb jedoch unbelohnt. Zwar behielten Weghorst und Koopmeiners im Elfmeterschießen die Nerven, doch Fehlschüsse von Virgil van Dijk und Steven Berghuis rissen das Oranje-Aus ab.
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