Die NASA bringt Hefe ins All

Mit einem Kleinsatelliten hat die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa Lebewesen weiter ins All befördert als je zuvor. „Unser Biosentinel-Experiment, das an Bord von Artemis 1 gestartet wurde, hat jetzt lebende Hefezellen mehr als 2 Millionen Meilen von der Erde entfernt“, sagte die NASA auf Twitter. Das entspricht mehr als 3,3 Millionen Kilometern.

„Biosentinel“ wurde im Rahmen des Starts der unbemannten Mondmission „Artemis 1“ gestartet und soll die Sonne umkreisen. Der Mini-Satellit enthält ein Experiment zur Untersuchung des Einflusses hochenergetischer, genomschädigender Weltraumstrahlung auf Hefezellen. Wachstum und Stoffwechselaktivität werden gemessen.

Laut NASA ist es das erste biologische Langzeitexperiment, das außerhalb der erdnahen Umlaufbahn der Raumstation ISS stattfindet. Die Ergebnisse sollen für die Planung zukünftiger bemannter Weltraummissionen nützlich sein.

Auf der ISS schirmt das Magnetfeld der Erde die Besatzung der Raumstation von einem Großteil der Strahlung ab. Wenn Astronauten in Zukunft zum Mond oder Mars aufbrechen, brauchen sie mehr Schutz. „Biosentinel“ soll genauere Informationen über drohende Gesundheitsrisiken liefern.

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