Um 6.57 Uhr (Ortszeit) und einer Verhandlungsnacht ging am Sonntagmorgen die 27. Klimakonferenz zu Ende. Aufgrund vieler unbeantworteter Fragen mussten die Delegierten am Sonntag die Nacht durcharbeiten, bis der Hammer des ägyptischen Präsidenten Sameh Shoukry mit 36 Stunden Verspätung auf die letzte Plenarsitzung fiel.
Immerhin gab es eine Einigung in der umstrittenen Schadensersatzfrage. Bei der Erreichung des 1,5-Grad-Ziels gab es keine Fortschritte. Und auch beim Loss-and-Damage-Fonds sind Struktur und Geberstaaten noch unklar – etwa ob China oder Saudi-Arabien Geber- oder Empfängerseite sein werden.
Leider konnten sich die Verhandlungsführer im Abschlussdokument nicht auf eine klare Sprache einigen, um ihre Klimaziele oder verbindliche Maßnahmen zu erhöhen, und verpassten auch die Gelegenheit, sich auf die Beendigung der Abhängigkeit von allen fossilen Brennstoffen zu verpflichten.
Die zweiwöchige Weltklimakonferenz sollte ursprünglich nur bis Freitag dauern, wurde aber kurzfristig verlängert, weil sich die Teilnehmer lange nicht einigen konnten.
Tiefergehende Analysen werden nur zeigen, ob das Jahr zwischen der Glasgower Klimakonferenz und der diesjährigen Klimakonferenz im ägyptischen Sharm el-Sheikh ein verlorenes Jahr auf die 1,5 Zielgrade war.