Der Fall Datenschutz in Hannover und die Folgen für Banken und Fintechs

Partner-Podcast

von Christian Kirchner, 4. September 2022

Vermutlich hat diese Meldung (sie fiel mitten in die Ferienzeit) bei vielen Anklang gefunden: Ende Juli hat die niedersächsische Datenschutzbehörde die Hannoversche Volksbank mit einem Bußgeld von 900.000 Euro belegt. Denn das Institut wertete Kundendaten aus und nutzte Schufa-Daten zur Verbesserung der werblichen Kundenansprache: Wer ist (nur) per Brief erreichbar, wer auch per E-Mail?

Nur langsam wird klar, was wirklich passiert zu sein scheint:

  • 900.000 Euro ist das höchste Bußgeld, das jemals gegen eine Bank in Deutschland wegen eines Datenschutzverstoßes verhängt wurde
  • Es gibt Hinweise darauf, dass hier ein Exempel statuiert werden sollte. Warum: Laut Informationen aus der Finanzszene sollen die Landesdatenschutzbehörden miteinander in Kontakt treten, um Verstöße wie in Hannover zu beenden.
  • Im Kern geht es um die Frage, ob der Kunde die Nutzung der Daten aktiv akzeptieren muss, und der Hinweis auf das einfache Widerspruchsrecht reicht nicht aus, eine Parallele zum berühmt-berüchtigten BGH-Tarifurteil.

Also wie weit von hier? Kommt sie noch, die Big-Data-Offensive von Banken und Fintechs, über die vor Jahren noch gesprochen wurde (Spoiler: nein, lange her, wenn auch im Hintergrund)? Drohen nun auch anderen Spielern empfindliche Bußgelder? Und wie steht die Regulierungsbehörde zum Datenschutz bei Banken und Fintechs?

All das klären wir im heutigen Partner-Podcast mit Professor Andreas Walter, Leiter der Praxisgruppe Banking and Finance bei Schalast Law.

Hier kommen wir:

* Schalast Law ist einer der „Premium-Partner“ von Finanz-szene.de. Hier erfahren Sie mehr über das Partnermodell.

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