Mit diesen Worten lehnt sich die Deutsche Bahn ganz weit aus dem Fenster!
„Wir machen den Alltag unserer Fahrgäste spürbar besser.“
Dies soll mit einer Sitzrevolution geschehen. Im Fachjargon des Staatsunternehmens heißt das: smarte Anzeigen der Echtzeitauslastung.
Klingt kompliziert, ist aber eine nützliche Erfindung. Und das funktioniert so: Die Sensoren scannen, wie viele Passagiere ein- und ausgestiegen sind. Der Track- und App-Screen verwandelt diese Informationen in ein Ampelsystem. Rot bedeutet volles Auto, Gelb bedeutet noch Platz und Grün bedeutet gähnende Lücke.
So soll die Bahnampel der Zukunft aussehen. Eine nützliche Sache – wenn es funktioniert
Foto: Deutsche Bahn AG
Mit der Sitzplatzoffensive will die Deutsche Bahn zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen sollen Kunden schneller einen freien Platz finden. Andererseits sollen die Züge pünktlicher fahren.
Denn: „Ein- und Ausstiegsverzögerungen sind der Hauptgrund für Haltezeitüberschreitungen und damit für Verspätungen. Mit dem neuen System verteilen sich die Fahrgäste besser auf dem Bahnsteig und die Züge können pünktlicher abfahren“, schreibt die Deutsche Bahn in ihrer Pressemitteilung.
Pünktlichkeit, ein leidiges Thema bei der Deutschen Bahn. Im vergangenen Jahr war das Unternehmen so spät dran wie schon lange nicht mehr. Nur magere 65,2 Prozent aller Fernverkehrszüge kamen pünktlich an. Das waren zehn Prozentpunkte weniger als 2021. Immerhin entsprachen im Regionalverkehr 91,8 Prozent aller Haltestellen dem Fahrplan.
Und mit den Regios testet die Deutsche Bahn auch ihr neues Sitzdisplay. Das Ampelsystem wird zunächst auf Pilot-S-Bahn-Strecken in Hamburg und im S-Bahn-Netz in Stuttgart eingesetzt. Der Regionalverkehr zwischen Hamburg und Lübeck soll im Februar starten.
Die S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet kommt im April hinzu, Teile der Berliner S-Bahn ab Mai. Der Landesbetrieb verspricht, dass bis Ende 2024 deutschlandweit ein Viertel aller DB-Regionalzüge (mehr als 1.500 Wagen) mit intelligenten Ampeln ausgestattet sein werden.