Der Arlbergtunnel wird im Sommer für ein halbes Jahr gesperrt

Verkehr

Der Arlbergtunnel wird in den Sommermonaten 2023 und 2024 für sechs bzw. fünf Monate für den Verkehr gesperrt. Die fast 45 Jahre alte Straße muss erneuert werden. Außerdem werden Entwässerung und Tunnelausbau des längsten Straßentunnels Österreichs erneuert und verbessert.

12.07.2022 34.11

Online ab heute, 11.34 Uhr

Am 24. April beginnt die erste von insgesamt zwei Vollsperrungen des Arlbergtunnels. Grund ist laut ASFINAG die Erneuerung der gesamten Tunnelfahrbahn, die nach fast 45 Jahren nicht aufgeschoben werden kann. 23.000 Kubikmeter Beton müssen entfernt werden.

Ziel- und Quellverkehr werden über den Arlbergpass umgeleitet. Der restliche Lkw-Verkehr wird großflächig umgeleitet. Insgesamt investiert die ASFINAG 75 Millionen Euro in die Sanierung der Straße, den Tunnelausbau und die gesamte Entwässerung.

Lieferengpässe haben den Bau verzögert

Die Bauarbeiten mussten aufgrund von Unsicherheiten in der Lieferkette und Materialknappheit verschoben werden. „Das jetzt erzielte Ergebnis hat gezeigt, dass wir zu 100 Prozent die richtige Entscheidung getroffen haben. Inzwischen hat sich die Marktlage beruhigt, Lieferketten sind gesichert und die Materialengpasssituation hat sich entspannt. Wir sind zuversichtlich, den engen Zeitplan für die angekündigten Schließungen einhalten zu können“, bestätigt Andreas Fromm, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH.

Zwei Komplettschließungen in den nächsten zwei Jahren

Für die Arbeiten sind in den Jahren 2023 und 2024 zwei Vollsperrungen für jeweils etwa sechs Monate geplant. Die erste Phase beginnt am 24. April, wenn sowohl die Wintersaison als auch die Osterfahrten beendet sind.

„Wir intensivieren jetzt unsere Gespräche mit allen Beteiligten noch einmal. Wir bringen alle zusammen, aus Nachbargemeinden, Kammern, Behörden und Partnern, um die Situation zu meistern. Darüber hinaus werden wir während der Zeit der Schließungen weitere flankierende Maßnahmen umsetzen, die wir mit den ÖBB und weiteren Partnern besprechen werden. Wir wissen seit 2015 und 2017, dass unser Konzept mit Ziel- und Ursprungsverkehr aufgeht“, sagt Stefan Siegele, Geschäftsführer der ASFINAG Alpenstrassen GmbH.

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