Hinter Hamilton wurde sein Stallrivale George Russell in Montreal Vierter unter der Sonne, und die Aufholjagd von Charles Leclerc zum zweiten Ferrari endete auf dem fünften Platz. Fernando Alonso, der von Platz zwei gestartet war, kam nach einer Fünf-Sekunden-Strafe nach zu häufigem Linienwechsel im Duell mit Valtteri Bottas nicht vom neunten Platz nach Alpí.
„Das ist uns damals einfach aufgefallen. Ich habe alles gegeben“, sagte Verstappen. „Wir fahren dieses Jahr ziemlich schnell auf den Geraden“, was im Duell mit Sainz vielleicht ausschlaggebend war. Es war fast an der Wand und ich habe alles versucht“, sagte Sainz, der immer noch auf seinen ersten Sieg wartet. „Ohne das Safety Car hätten wir es geschafft, denke ich. Am Ende hat uns ein bisschen der Speed gefehlt.“ Hamilton hat sich über sein zweites Podium in diesem Jahr gefreut „Das Auto ist heute etwas besser geworden“, sagte der Brite.“ Red Bull und Ferrari sind noch etwas schneller, aber wir holen auf und werden weitermachen.“
Verstappen startete bei seinem 150. Grand Prix von der Pole Position gut und gab das Tempo vor. Sainz folgte ihm auf Platz zwei, nachdem er seinen spanischen Landsmann Alonso besiegt hatte. Nachdem Pérez wegen eines technischen Problems an seinem Red Bull ausfiel, kam es bereits in der achten Runde zu einer virtuellen Safety-Car-Phase. „Wir vermuten, dass es ein Problem mit dem Getriebe war“, sagte Teamchef Christian Horner später. Diese nutzte Verstappen für einen günstigen Reifenwechsel.
Mick Schumacher verabschiedete sich wenig später aufgrund eines Defekts, der das virtuelle Sicherheitsauto wieder aktivierte. Diesmal zog Sainz mit einem Reifenwechsel nach. Als das Boxenteam jedoch am Auto des Spaniers arbeitete, normalisierte sich das Rennen wieder: Der erwartete Zeitgewinn auf Verstappen blieb aus. Zu diesem Zeitpunkt war sein Teamkollege Leclerc bereits aus der letzten Startreihe ohne Stopp an die Box vorgerückt. Mitte des Rennens wurde er Sechster, blieb dann aber in der Alpine lange hinter Esteban Ocon hängen.
In Runde 43 bog Verstappen zum zweiten Mal in die Boxengasse ein, nachdem er zuvor Verschleißerscheinungen an seinen Reifen gemeldet hatte. Sechs Runden später setzte der Rennleiter das Safety Car ein, nachdem Yuki Tsunoda die Strecke verlassen hatte. Sainz holte sich für das Ziel sofort neue Reifen und wurde direkt hinter Verstappen Zweiter. Mit Unterstützung des DRS – und mit Hamilton im Schlepptau – jagte er den Red-Bull-Star, konnte ihn aber nicht schlagen.
„Natürlich war Carlos immer im DRS, natürlich war er am Limit. Da darf man keinen Fehler machen“, sagte Verstappen. „Der Druck nach der letzten Safety-Car-Phase war immens“, sagte Red-Bull-Berater Helmut Marko im ORF-Interview Gabelkrümmung, das hat uns das Leben ein wenig leichter gemacht. Aber diese Rennen sind wirklich hart.“ „Sainz hat das sehr clever gemacht“, er hat die Batterie geladen und ist dann mit voller Kraft zurückgekommen.“ Am Ende sei auch Verstappens Funkverbindung zur Box ausgefallen.