In Neuchâtel
Das deutsche Verkehrszeichen sorgt bei Italienern für Aufregung
An einem neuen Kreisel in Neuchâtel wurde kürzlich ein Strassenschild in deutscher Sprache angebracht. Grund genug für die Italiener, online zu empören. Mit Erfolg! Die Platte wird entfernt.
Ein Schild in deutscher Sprache in der Stadt Neuchâtel sorgt für Aufsehen.
Amit Juillard Der Journalist Blick
Meistens sind es die 30 Zonen, die Autofahrer in den Wahnsinn treiben. Doch am östlichen Stadteingang von Neuchâtel sorgt ein Schild mit einem Tempolimit von 50 km/h für Gesprächsstoff. Der Grund: Auf dem Schild steht das deutsche Wort „General“.
In den sozialen Medien herrscht große Aufregung. Am Sonntag schoss der ehemalige “Le Temps”-Journalist Bernard Wuthrich, der kürzlich in den Ruhestand ging, als Erster auf das Plakat und rief ein “Gopfertami!” darüber. Ein User kommentierte: „Das Schild muss aus preußischer Zeit stammen.“ (Nach der Revolution vom 1. März 1848 endete die preußische Herrschaft in Neuchâtel 1857, Anm. d. Red.)
Eine bundeseigene Sektion
Zurück ins Jahr 2022. «Ich habe das Plakat am Sonntagmorgen gesehen», sagt Bernard Wuthrich gegenüber Blick. Er glaubt, dass es letzten Freitag installiert wurde. “Der Monruz-Knoten hat sich in den letzten sechs Monaten in einen Kreisverkehr verwandelt, und es ist noch nicht alles fertig.”
Dass es ein deutsches Schild gibt, ist für die Italiener einfach ein Fehltritt. Wer ist dafür verantwortlich? Ein Blick auf die Strassenkarte zeigt, dass die Anschlussstelle an der Hauptstrasse 5 liegt. Eine Verbindungsstrasse zwischen Lausanne und Koblenz AG. Dieser Abschnitt ist in Bundesbesitz. Das Bundesamt für Strassen (Astra) ist für die Arbeiten zuständig, reagierte aber nicht auf die Anfrage von Blick.
Die örtlichen Behörden haben weitere Informationen. Wie Emmanuel Gehrig, Sprecher der Stadt Neuchâtel, erklärt, werden die Arbeiten von einer Baufirma aus Neuchâtel geleitet, die den eidgenössischen Wettbewerb gewonnen hatte. Das Unternehmen habe den Teil „Beschilderung“ an ein deutschsprachiges Unternehmen vergeben, was ihm zustehe, sagt Gehrig. Daher ist diese Firma für die Panne verantwortlich.
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Das Schild wird bald ausgetauscht
Doch die Heimpost soll bald der Vergangenheit angehören. Laut Gehrig soll das Schild am Dienstag entfernt werden.
Klar, dass ein Schild in deutscher Sprache auffallen würde, obwohl die Neuenburger solche Schilder einige Kilometer von Neuchâtel gewohnt sind, schließlich verläuft die Sprachgrenze nur 6,5 Kilometer weiter in Richtung Biel. Neben einer Beschilderung in französischer Sprache würde sich die Stadt jedoch eine 30-km/h-Beschränkung wünschen. „Das entspricht unserer Politik in der Gemeinde, mit der wir die Lärmbelastung, den CO2-Ausstoß und das Unfallrisiko begrenzen wollen“, ergänzt Gehrig.