Corona: Stiko empfiehlt zweite Auffrischimpfung ab 60 Weitere News

Stand: 18.08.2022 19:36

Im Live-Ticker informiert Sie NDR.de außerdem heute – Donnerstag, 18. August 2022 – über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.

Das Wesentliche in Kürze:

  • Stiko empfiehlt eine zweite Auffrischungsimpfung ab dem 60. Lebensjahr
  • Weniger als ein Viertel der Mittel für Luftfilter wurden abgerufen
  • Die Pandemie verschärft die Spannungen auf dem Ausbildungsmarkt
  • Schulstart in Hamburg ohne Einschränkungen
  • Fernunterricht in 16 Schulen nur eine Woche nach Schulbeginn in MV
  • Aktuell bestätigte Neuinfektionen im Norden: 6.649 in Niedersachsen, 1.927 in Schleswig-Holstein, 1.212 in Hamburg, 933 in Mecklenburg-Vorpommern und 314 im Land Bremen.
  • RKI: Bundesweit 58.685 neue Corona-Fälle registriert – Inzidenz von 314,2

Tabellen, Grafiken und Karten zu Inzidenz, Impfrate und anderen Daten

19:36 Uhr

Die Veranstalter fordern Verbesserungen des Infektionsschutzgesetzes

Die deutsche Veranstaltungsbranche fordert Verbesserungen im Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes. Für die Frage, wann genau die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems gefährdet sei, gebe es keine geeigneten Parameter, teilte das Veranstaltungsmanagement-Forum in Hamburg mit. Außerdem gab es keine nationalen Richtlinien, wie in diesem Fall vorzugehen ist. Die Anwendung von Infektionsschutzmaßnahmen muss klaren und verbindlichen Kriterien folgen, die im Entwurf gefehlt haben. Es ist unverantwortlich, dass Veranstalter Tickets weiterverkaufen, ohne zu wissen, ob ihre Veranstaltungen wie geplant stattfinden können.

18:38 Uhr

Das Land Bremen meldet 314 neue Corona-Fälle

Nach Angaben des Bremer Gesundheitsamtes wurden im Land 314 Corona-Neuinfektionen registriert: 268 in der Stadt Bremen und 46 in Bremerhaven. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt in Bremen aktuell bei 342,9 (Vortag: 342,1) und in Bremerhaven bei 341,7 (Vortag: 375,1). Aufgrund eines weiteren Todesfalls im Zusammenhang mit Corona-Infektionen in Bremerhaven ist die Gesamtzahl der Menschen, die im Land an oder mit dem Virus gestorben sind, seit Beginn der Pandemie auf 811 gestiegen.

6:30 abends

933 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern registriert

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) in Rostock hat am Nachmittag die aktuellen Zahlen der Krone von Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Demnach wurden an einem Tag 933 neue laborbestätigte Corona-Fälle registriert. Das sind 148 Fälle weniger als vor einer Woche. Damit liegt die Inzidenz der Neuinfektionen in sieben Tagen bei 403,0 pro 100.000 Einwohner (Vortag: 403,3). Bei Hospitalisierungen (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche) liegt die Inzidenz bei 3,9 (Vortag: 3,5). Laut LAGuS wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen verzeichnet.

Mehr Informationen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist leicht auf 403,0 gesunken. Die Inzidenz von Krankenhauseinweisungen steigt auf 3,9. Monat

18:07 Uhr

Cyclassics-Jubiläumsausgabe mit zwei Jahren Verspätung

Nach zweijähriger Corona-Pause finden die Cyclassics am kommenden Sonntag, 21. August, zum 25. Mal in Hamburg statt. Ab 14.30 Uhr überträgt der NDR live das Profirennen, bei dem der frischgebackene Europameister Fabio Jakobsen (Niederlande) und der belgische Olympia-Zweite Wout van Aert antreten werden. Auch rund 14.000 Hobbysportler kehren nach zweijähriger pandemiebedingter Pause wieder an den Start zurück, allerdings fallen diesmal nur zwei Distanzen über 60 und 100 Kilometer aus, die lange über 160 Kilometer entfällt.

17:03 Uhr

Lauterbach begrüßt die neue Empfehlung von Stiko

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine zweite Auffrischimpfung der Krone für Menschen über 60 Jahre begrüßt. Der SPD-Politiker sagte dem Nachrichtenportal „t-online“, er sei froh, dass Stiko diesen wichtigen und aus seiner Sicht fälligen Schritt gegangen sei. „Ich rate Bürgern über 60, dem Rat von Stiko zu folgen und nicht auf die neuen Impfstoffe zu warten“, sagte Lauterbach. Die Zahl der Fälle und Todesfälle ist immer noch zu hoch. Die in Deutschland verfügbaren Impfstoffe schützten jedoch zuverlässig vor Tod und schweren Erkrankungen.

16:23 Uhr

Stiko empfiehlt eine zweite Auffrischungsimpfung ab dem 60. Lebensjahr

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt nun offiziell eine zweite Corona-Auffrischimpfung für Menschen über 60 Jahre. Personen in dieser Altersgruppe und über fünf Jahren, die aufgrund einer Grunderkrankung ein höheres Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung haben, sollen eine weitere Auffrischung erhalten, heißt es in einer Stellungnahme des Komitees zur Aktualisierung der Impfempfehlung. Stiko erweitert seine bisherige Empfehlung „mit dem primären Ziel, besonders gefährdete Menschen weiter vor einer schweren Covid-19-Erkrankung und einem Covid-19-bedingten Tod zu schützen“.

Die Ständige Impfkommission rät nach „drei immunologischen Ereignissen“ zu einer weiteren Auffrischimpfung, vorzugsweise mit einer mRNA-Impfung, beispielsweise nach Grundimmunisierung und erster Auffrischimpfung oder Grundimmunisierung und Sars-CoV-2. Voraussetzung für die Auffrischimpfung ab dem 60. Lebensjahr ist in der Regel, dass die erste Auffrischimpfung oder die letzte Corona-Infektion mindestens sechs Monate zurückliegt. Nur in begründeten Einzelfällen kann das Intervall auf vier Monate verkürzt werden. Bisher hatte Stiko den zweiten Boost nur Personen über 70, Personen in Pflegeeinrichtungen, Personen mit Immunschwäche und erhöhtem Risiko für schwere Verläufe von Covid-19 ab dem fünften Lebensjahr sowie Mitarbeitern von Einrichtungen medizinischer und Pflegezentren empfohlen. .

Mehr Informationen

Sechs Impfstoffe gegen Corona sind in der EU zugelassen. Die ersten omicron-Spezialimpfstoffe werden voraussichtlich Ende September eintreffen. Monat

15:24 Uhr

Die Pandemie verschärft die angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt

Auch deutsche Unternehmen haben wegen der Corona-Pandemie Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende zu finden. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) konnten im vergangenen Jahr 42 % der 15.000 befragten Unternehmen nicht auf alle offenen Stellen einen Auszubildenden finden. Es sei ein “historischer Höchststand”, sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. „Noch nie war es für Betriebe schwieriger, Auszubildende zu finden“, sagt Dercks. Dies zeigt, wie die Corona-Pandemie die Situation auf dem Ausbildungsmarkt weiter verschärft hat. Mehr als jedes dritte befragte Unternehmen erhielt keine Anfrage. Aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Krone sind die Berufsorientierung, die Berufsberatung und die Suche nach einem Ausbildungsplatz noch erheblich erschwert. Hinzu kommt der demografische Wandel: Immer mehr ältere Arbeitnehmer scheiden aus dem Erwerbsleben aus, immer weniger jüngere Arbeitnehmer.

14:18 Uhr

Nur ein Viertel der Mittel für Luftfilter wird in Schulen abgerufen

Weniger als ein Viertel der Bundesmittel haben die Länder für mobile Luftreiniger in Schulen und Kitas eingesetzt. Das geht aus einer Bilanz zum Ende der Finanzierung hervor, die das Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage übermittelte. Demnach hatten die Länder am 11. August knapp 43,2 Millionen der verfügbaren Mittel von 200 Millionen Euro verbraucht (knapp 22 Prozent). Die Bundesländer Hamburg (mehr als 87 Prozent), Thüringen (knapp 76 Prozent) und Bremen (knapp 58 Prozent) erhielten die meisten Bundesmittel für mobile Luftfilter, gemessen an den maximal möglichen Zahlungen für das jeweilige Bundesland. Knapp 17 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel wurden in Niedersachsen, 14 Prozent in Schleswig-Holstein und elf Prozent in Mecklenburg-Vorpommern verwendet. Besonders gering war die Förderung in Sachsen (knapp 6,5 Prozent) und Rheinland-Pfalz (fünf Prozent). Schlusslicht ist das Saarland mit knapp 3,9 Prozent der möglichen Auszahlungssumme.

10:58 Uhr

Studie: Leicht erhöhtes Risiko für neurologische Probleme nach Koronarerkrankung

Corona-Patienten haben auch zwei Jahre nach der Ansteckung noch ein leicht erhöhtes Risiko für psychiatrische und neurologische Probleme. Das berichten britische Forscher im Fachblatt „The Lancet Psychiatry“ nach Auswertung der Krankenakten von 1,28 Millionen Covid-Patienten und ähnlich vielen Menschen mit einer anderen Atemwegserkrankung. Bei dem Vergleich stellten die Forscher fest, dass sich die Patientengruppe mit Covid-19 und die Kontrollgruppe mit anderen Atemwegserkrankungen in Bezug auf Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft und andere Merkmale sehr ähnlich waren. Covid-Erkrankungen wurden zwischen Januar 2020 und April 2022 diagnostiziert.

8:06 Uhr

MV Rechnungshof kritisiert Schuldenlast durch Corona-Hilfsfonds

Der Landesrechnungshof hat den Kurs der Finanzpolitik der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern scharf kritisiert. Während der Pandemie hat das Land pro Kopf mehr Schulden angehäuft als fast alle anderen Bundesländer. Für Rechnungshofpräsidentin Martina Johannsen stellt sich die Frage, ob der MV-Schutzfonds, der mit rund 2,9 Milliarden den Löwenanteil des Defizits ausmacht, nicht falsch berechnet worden ist. Schließlich flossen bisher nur rund 550 Millionen Euro aus dem Fonds, um die Folgen der Pandemie zu bewältigen. Im Allgemeinen entwickelt sich die finanzielle Situation des Landes dramatisch. In den Jahren 2024 bis 2026 werden die erwarteten Ausgaben die Einnahmen um mehr als eine Milliarde Euro übersteigen. Und niemand weiß, woher das Geld kommen soll.

Mehr Informationen

Der Landesrechnungshof kritisiert die finanzpolitische Ausrichtung der rot-roten Regierung. MV hat bundesweit pro Einwohner die…

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