Corona: Scholz und Habeck fliegen weiter ohne Maskenpflicht

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt: Das Wichtigste in Kürze:

19.50 Uhr: Scholz und Habeck fliegen weiter ohne Maskenpflicht, nur eine Empfehlung

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) flogen von Toronto zur letzten Station ihrer dreitägigen Reise nach Kanada, wiederum ohne Maskenpflicht, aber nur mit entsprechender Empfehlung Die beiden sind am Dienstagnachmittag (Ortszeit) mit ihren Mitarbeitern, Sicherheitskräften, einer Wirtschaftsdelegation und rund 25 Journalisten nach Stephenville in Neufundland aufgebrochen. Insgesamt waren mehr als 80 Passagiere wieder an Bord.

Die obligatorischen PCR-Tests vor Antritt der Reise nach Berlin am Sonntag lagen zum Zeitpunkt des Abflugs mindestens 50 Stunden zurück. Für die anschließende Reise war kein weiterer PCR- oder Schnelltest erforderlich. Der Flug mit dem Airbus A340 dauerte 2:45 Stunden.

Ein Video und Fotos der beiden Regierungschefs, die am Sonntag von Berlin nach Montreal nach Kanada geflogen sind, haben für Aufsehen gesorgt. Es zeigt Habeck und Reporter, die ohne Masken zusammensitzen. Ein Regierungssprecher erklärte daraufhin: „Auf Air Force-Flügen besteht keine Maskenpflicht. Alle Reiseteilnehmer müssen vor Abflug einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen. Damit ist ein hohes Schutzniveau gewährleistet.“ Alle Passagiere mussten spätestens 24 Stunden vor Abflug getestet werden.

Laut einem Luftwaffensprecher steht es Passagieren, die sich einem Corona-Test unterziehen, frei, auf Flügen in Regierungsflugzeugen eine Maske zu tragen. „Der Verbraucher versichert, dass die Delegation die Passagiere testen lässt. Es wird nur empfohlen, eine Maske zu tragen“, sagte der Sprecher am Dienstag auf Nachfrage. Und: „Hygienemaßnahmen an Bord der Flugvorbereitung sind durch eine Staffelverfügung geregelt. Diese berücksichtigt die aktuelle Lage und wird laufend aktualisiert.“ Die Flugbereitschaft steht in ständigem Kontakt mit den zuständigen Experten, um auf Veränderungen der Lage reagieren zu können.

19.43 Uhr: Kabinettsunterlagen zu Kronenregeln und Kinderbetreuungsfinanzierung

An diesem Mittwoch will das Bundeskabinett die Weichen für die für diesen Herbst und Winter geplanten Corona-Auflagen stellen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) stellten Anfang August ihre Vorschläge für die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes vor und mussten sich heftiger Kritik aus den Bundesländern stellen Im Kern sehen die Pläne vor, dass zum Schutz vor einer herbstlichen Corona-Welle ab Oktober wieder eine Maskenpflicht in Geschäften oder Behörden eingeführt werden soll.

Als Nachfolgeregelung für das Ende des Jahres auslaufende sogenannte Gute-Kita-Gesetz soll das Kabinett zudem ein „Kita-Qualitätsgesetz“ beschließen. Zudem hatte der Bund den Ländern seit 2019 5,5 Milliarden Euro für die Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt. Das Nachfolgegesetz sieht in den nächsten zwei Jahren knapp weitere 4 Milliarden Euro vor, damit Investitionen in höhere Qualität wie zusätzliches Personal, längere Arbeitszeiten weitergehen können oder Sprachtraining.

13.29 Uhr: Urteil nach der Entführung von Kindern in Paraguay zur Verhinderung einer Impfung gegen das Corona-Virus

Das Einwandererehepaar, das seine minderjährigen Kinder ohne Zustimmung der anderen Eltern in Paraguay entführt hat, bleibt auf freiem Fuß. Wie das zuständige Amtsgericht in Essen am Dienstag auf Nachfrage erklärte, nahmen die beiden Elternteile die durch einen Strafbefehl angeordnete mehr als zehnmonatige Bewährungsstrafe wegen gemeinschaftlicher Kindesentführung an. Die Strafe wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem müssten die beiden Elternteile als Auflage der überwachten Freilassung jeweils ein Bußgeld von 2.520 Euro zahlen, erklärte ein Justizsprecher. So ist der Strafprozess des aufsehenerregenden Falls abgeschlossen.

Das deutsche Ehepaar hatte die beiden damals zehn- und elfjährigen Mädchen im November 2021 gegen den Willen ihrer jeweiligen Ex-Partner aus Essen und München entführt. Nach Angaben der Mutter eines der damals in Deutschland verbliebenen Mädchen hatten die beiden Elternteile in einem Abschiedsbrief erklärt, dass sie ihre Töchter nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollten.

Die Kindesentführung endete im Juni nach schwierigen Verhandlungen und rund sieben Monaten. Das Emigrantenpaar ergab sich aufgrund des großen Suchdrucks zunächst den paraguayischen Behörden und kehrte – wie die Mädchen vor ihnen – nach Deutschland zurück.

🔸Unser Push-Service zum Coronavirus🔸

Wie entwickelt sich die Situation weltweit und in Sachsen? Mit unseren Push-Benachrichtigungen halten wir Sie über aktuelle Ereignisse rund um das Coronavirus auf dem Laufenden. So abonnieren Sie den kostenlosen Push-Service. (Leider ist es nicht mit iPhone und iPad kompatibel.)

13:00 Uhr: Auf Lufthansa-Flügen gilt weiterhin Maskenpflicht

Auf Lufthansa-Flügen von und nach Deutschland gilt weiterhin die von der Bundesregierung verhängte allgemeine Maskenpflicht. Das machte die Fluggesellschaft am Dienstag im Zusammenhang mit Berichten deutlich, wonach in einem Regierungskreis mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) Passagiere in einem Flugzeug der Luftwaffe keinen Mundschutz und Nasenschutz trugen Die Luftwaffe hatte darauf hingewiesen, dass alle Flugteilnehmer einen aktuellen negativen Corona-PCR-Test vorlegen müssen.

„Ein negativer PCR-Test befreit nicht vom Tragen einer Maske“, stellte das Social-Media-Team der Lufthansa klar, als Twitter-Nutzer nach eigenen Flügen fragten. Besatzungen seien verpflichtet, alle Passagiere auf die Beförderungspflicht hinzuweisen, erklärte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt. Zur Corona-Prävention muss eine medizinische oder FFP2-Maske getragen werden, die nur kurzzeitig, beispielsweise zum Essen und Trinken, abgenommen werden darf. Allerdings hatte das Unternehmen bereits im Mai erklärt, aus Sicherheitsgründen nicht mehr mit allen Mitteln die in vielen anderen Ländern bereits abgeschaffte Mitnahmepflicht durchzusetzen.

11.56 Uhr: Nach dem Regierungsflug: Forderung, dass alle ohne Maske fliegen

Nach weit verbreiteter Kritik an einem Regierungsflug mit Passagieren ohne Schutzmasken gegen Corona hat sich FDP-Fraktionschef Alexander Graf Lambsdorff für ein Ende der Maskenpflicht in Flugzeugen ausgesprochen. Man muss kein Maskengegner oder FDP-Politiker sein, um das zu wissen: „Nach diesen Bildern kann er die Maskenpflicht in ‚normalen‘ Flugzeugen NICHT einhalten“, schrieb Lambsdorff am Dienstag auf Twitter. Er selbst ist kein maskierter Gegner. Zuvor hatten Aufnahmen eines Regierungsflugzeugs für Missverständnisse und Kritik gesorgt. Bei einer Kanada-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zeigen sie unter anderem zahlreiche Journalisten in der Maschine ohne Schutzmasken gegen Corona.

Laut Bundesregierung verstieß dies nicht gegen die Regeln für das Fliegen mit der Luftwaffe der Bundeswehr: „Auf Flügen der Luftwaffe besteht keine Maskenpflicht. Alle Reiseteilnehmer müssen vorab einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen. Das ist ein Hoch.“ Schutzniveau”, sagte ein Regierungssprecher auf dpa-Anfrage.

Für Flugzeuge sowie Fernzüge gilt derzeit eine bundesweite Maskenpflicht für Fahrgäste und Personal. Sie dürfen den Flugverkehr und den öffentlichen Fernverkehr nur nutzen, wenn sie beim Transport eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske nach § 28b Infektionsschutzgesetz tragen. Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind Kinder unter sechs Jahren. Die Maske darf nur beim Essen und Trinken abgenommen werden. Die Corona-Vorgaben im Infektionsschutzgesetz für Herbst und Winter bringt das Bundeskabinett an diesem Mittwoch auf den Weg. Das vorab vorgelegte Regierungskonzept sieht weiterhin eine flächendeckende Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen vor.

10.59 Uhr: ifo Institut: Die Inflation frisst die Ersparnisse der Krone auf

Die Inflation hat laut Ifo-Institut die während der Corona-Zeit angesparten Ersparnisse der Deutschen inzwischen aufgezehrt. Da die Verbraucherpreise weiter stark steigen, werde “der private Konsum als Konjunkturmotor in Deutschland das ganze Jahr über leider ausfallen”, sagte ifo-Chefvolkswirt Timo Wollmershäuser am Dienstag in München. Von April 2020 bis März 2021 hätten die Haushalte 70 Milliarden Euro mehr auf Bankkonten geparkt als in normalen Jahren, sagte Wollmershäuser.

Doch wie die Bilanzen der Banken zeigen, greifen die Verbraucher seit Ende letzten Jahres verstärkt auf diese Spareinlagen zurück. Daher seien die überschüssigen Einlagen „zum Ende des ersten Quartals 2022 nahezu vollständig abgebaut. Und im zweiten Quartal habe sich diese Entwicklung mit praktisch unveränderter Geschwindigkeit fortgesetzt“. Die hohe Inflation dürfte der Motor dieser „Haushaltsersparnis“ gewesen sein. Obwohl der Konsum in den ersten Monaten des Jahres trotz hoher Inflation stark gestiegen sei, “zeigen viele Frühindikatoren seit Jahresmitte einen deutlichen Rücksetzer”.

9.13 Uhr: In Sachsen sinkt die Inzidenz auf 250, ein Landkreis unter 200

Der Abwärtstrend hält an: Während die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche in Deutschland im Schnitt steigt, sinkt sie in Sachsen weiter. Nach den neuesten Daten des Robert-Koch-Instituts (PKI) vom Dienstagmorgen ist die 7-Tage-Inzidenz auf 250,5 nach 259,6 am Montag gesunken. Im Bundesdurchschnitt stieg die Inzidenz derzeit von 282,2 auf 288,5. Sachsen hat nun die fünftniedrigste Inzidenz im Bundesländervergleich. Mit Thüringen und…

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *