Corona-Booster: Die Bundesregierung spricht Impfempfehlungen für den Herbst aus

Neue Impfempfehlung ab 10. Oktober

Rentner, Kranke und Schwangere sollen einen zweiten Schub bekommen

Die Bundesregierung empfiehlt eine zweite Covid-Auffrischungsimpfung ausdrücklich nur für Personen über 65, Vorerkrankte und Schwangere. Wer mit Risikopersonen in Kontakt kommt, sollte über eine Auffrischung nachdenken. Für den Rest der Bevölkerung sind die Vorteile jedoch überschaubar.

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Nicht alle dürften im Herbst neue Verstärkungen haben.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Impfkommission (Ekif) haben am Freitag ihre neue Impfempfehlung für den Herbst 2022 bekannt gegeben. Die zweite Auffrischimpfung dient daher vor allem dem Schutz besonders gefährdeter und gefährdeter Personen ein hohes Risiko, einen schweren Krankheitsverlauf der schweren Erkrankungen von Covid-19 und deren Komplikationen zu entwickeln.

98 Prozent der Bevölkerung seien mit dem Virus in Kontakt gekommen und hätten daher eine gewisse Immunität, sagte BAG-Vizedirektorin Linda Nartey: „Jetzt geht es darum, schwere Erkrankungen zu verhindern, nicht alle Krankheiten.“ .

Ü65, schwangere und kranke Frauen

Daher wird die zweite Auffrischimpfung hauptsächlich für folgende Bevölkerungsgruppen empfohlen:

  • Personen ab 65 Jahren
  • Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren, die ein erhöhtes individuelles Erkrankungsrisiko haben, beispielsweise aufgrund einer Vorerkrankung oder Schwangerschaft.

Die zweite Verstärkung empfiehlt sich auch für Pflege- und Gesundheitspersonal, da sie Kontakt zu besonders gefährdeten Personen haben und auch um Arbeitsausfällen vorzubeugen. Auch wer privat besonders gefährdete Personen betreut, sollte über eine weitere Auffrischungsimpfung nachdenken.

Für alle anderen, einschließlich Jugendlicher und Kinder unter 16 Jahren, wird keine Auffrischimpfung empfohlen. „Für Menschen ohne Risikofaktoren besteht im Herbst 2022 im Vergleich zum Beginn der Pandemie ein sehr geringes Risiko einer schweren Erkrankung“, so die Bundesregierung. Außerdem bietet die Impfung nur wenig Schutz vor leichten Infektionen und vor der Übertragung des Virus auf andere. Jeder kann jedoch Auffrischungsimpfungen erhalten, solange die Impfung zugelassen ist.

Die Empfehlung gilt ab dem 10. Oktober

Wie Christoph Berger, Vorsitzender der Eidgenössischen Impfkommission, sagte, ist der Zeitpunkt der Impfung besonders wichtig. Ziel sollte es sein, den besten Schutz zu erreichen, wenn die Herbst-Winter-Welle ihr Maximum erreicht, denn die Impfung dauert etwa drei Monate. Aus diesem Grund empfiehlt die Impfkommission, die Impfkampagne am 10. Oktober zu starten. Das bedeutet, dass die Kantone, die nun zuständig sind, noch einen Monat Zeit haben, es vorzubereiten.

Die Impfkommission empfiehlt zudem eine Auffrischungsimpfung spätestens vier Monate nach der letzten Impfung bzw. vier Monate nach der letzten Erkrankung. Wer bereits die zweite Auffrischung erhalten hat, Personen über 80 und Personen mit sehr schwachem Immunsystem, sollte vier Monate später sogar eine dritte Auffrischung erhalten. Die zweite Auffrischimpfung wurde für Menschen mit schwerer Immunschwäche und älter als 80 Jahre im Frühjahr oder Sommer 2022 empfohlen.

Neuer Impfstoff kommt im September

Das Swissmedic Institut für Heilmittel hat Ende August einen neuen Impfstoff des Herstellers Moderna zur Auffrischimpfung gegen Covid-19 zugelassen. Es enthält Boten-Ribonukleinsäure sowohl gegen das Wuhan-Spike-Protein als auch gegen Omicron-Varianten des Coronavirus. Dieser bivalente Impfstoff wird ab September ausgeliefert und steht dann für die Impfkampagne bereit.

Laut Nartey ist die Situation der Krone derzeit stabil. “Aber wir gehen von einer neuen Welle aus, obwohl wir nicht wissen, wie schwer sie sein wird.” Handhygiene, Masken und Belüftung sind gute Maßnahmen, um das Risiko gering zu halten. Der Kantonsarzt Rudolf Hauri appellierte noch einmal: Wer Corona-positiv ist, solle in den öffentlichen Verkehrsmitteln zumindest eine Maske tragen, aber noch besser zu Hause bleiben. Er fordert Menschen mit Erkältungssymptomen auf, besonders auf Abstand und Hygiene zu achten und beispielsweise in die Armbeuge zu niesen. (sf/SDA)

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