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Bundesaußenministerin Annalena Baerbock warnt vor den Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschheit.
Kurz vor Beginn der Weltklimakonferenz COP27 in Ägypten hat Deutschland erklärt, die Eindämmung der Erderwärmung sei seine oberste Priorität. „Die Menschheit steuert auf einen Abgrund zu, auf eine Erwärmung um mehr als 2,5 Grad, mit verheerenden Auswirkungen auf unser Leben auf dem einzigen Planeten, den wir haben“, sagte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) am Sonntag. Die Welt habe “alle notwendigen Instrumente zur Hand, um die Klimakrise zu begrenzen und auf den Weg zu 1,5 Grad zu kommen”.
Zu der am Sonntag beginnenden Konferenz, die erstmals seit 2016 wieder auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet, werden 40.000 Teilnehmer erwartet. Auf der COP27 verhandelten Vertreter aus fast 200 Ländern in Sharm el Sheikh zwei Wochen lang, wie sie den Kampf gegen Afrika verstärken können Erderwärmung. Das Wetter ist von entscheidender Bedeutung, da die vergangenen sieben Jahre die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren. Extreme Wetterereignisse unter anderem in Pakistan, Nigeria und Somalia haben zuletzt die enormen Schäden und die tödliche Zerstörungskraft des Klimawandels vor Augen geführt.
Bis 2030 muss der weltweite Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase laut Forschern halbiert werden. Anders lässt sich das auf der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris vereinbarte Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zu vorher zu begrenzen, nicht erreichen. industrielle Zeiten. Nach den aktuell vorgelegten Klimaschutzplänen der Länder würde sie aber noch weiter steigen.
Die Erfolgsaussichten sind gering
Trotz des russischen Angriffskrieges in der Ukraine sollte 2022 kein verlorenes Jahr für den Klimaschutz werden. Vielen Staaten geht es um das Überleben ihres Volkes und ihrer Kultur“, sagte Baerbock mit den Ministerien für Wirtschaft, Entwicklung und Umwelt. „Für sie bleibt die Klimakrise das wichtigste Sicherheitsthema, nicht Russlands Krieg in Europa. „Diese Staaten würden mehr Solidarität von reichen Ländern erwarten.
Aufgrund des anhaltenden Krieges in Europa, aber auch der damit verbundenen Energie-, Ernährungs- und Wirtschaftskrise sowie der steigenden Staatsverschuldung sind die Erwartungen an die Klimakonferenz auch im Vergleich zur COP26 vor einem Jahr eher verhalten in Glasgow. . Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (66) schätzte die Erfolgsaussichten als gering ein. Der renommierte Klimaökonom Ottmar Edenhofer (61) und der Klimaforscher Mojib Latif (68) sind vorzeitig zurückgetreten.
Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Luise Amtsberg (38), forderte vor Beginn der Konferenz die Freilassung politischer Gefangener in Ägypten. „Globale Verantwortung zu übernehmen heißt vor allem, Verantwortung für den Schutz der Menschenrechte zu übernehmen. Die Menschenrechtslage in Ägypten wird dem aber nicht gerecht“, kritisierte Amtsberg, wie das Auswärtige Amt am Sonntag in Berlin mitteilte.
Offiziell eröffnet wurde die Konferenz am Sonntagmorgen mit der Übergabe des britischen COP26-Präsidenten Alok Sharma (55) an seinen Nachfolger, Ägyptens Außenminister Samih Schukri (70). Am Roten Meer werden ab Montag rund 100 Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) und US-Präsident Joe Biden (79). Mit Chinas Staatschef Xi Jinping (69) und Indiens Ministerpräsident Narendra Modi (72), zu deren Ländern die USA zu den größten CO2-Emittenten gehören, fehlen zwei der höchsten wichtigen Persönlichkeiten der Konferenz. Auch Russlands Präsident Wladimir Putin (70) nimmt nicht teil. (SDA/chs)