Aus . – 22.09.2022 13:33 (akt. 22.09.2022 13:33)
Was denkt Brunner, wenn es um Gewinnentnahme geht? ©APA/TOBIAS STEINMAURER (Symbolbild)
Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) hält den Ausbau erneuerbarer Energien für den besten Weg, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu beenden. Deshalb muss die Investitionsfähigkeit der Energieunternehmen erhalten bleiben. Es reicht nicht aus, Vorteile zu eliminieren.
Laut Finanzminister Magnus Brunner ist der Ausbau erneuerbarer Energien die beste Lösung, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu beenden. Dazu muss allerdings die Investitionsfähigkeit der Energieunternehmen erhalten bleiben. Es reicht nicht aus, Vorteile zu eliminieren. „Natürlich kann man darüber diskutieren und wir verschließen auch vor dieser Diskussion nicht die Augen, aber das ist keine Lösung des Problems“, sagte Brunner beim „Austrian Energy Congress 2022“.
Brunner zufolge reicht es nicht aus, Vorteile einfach zu eliminieren
Am Donnerstag verwies der Finanzminister auf die Vorschläge der EU-Kommission, unerwartete Gewinne von Energiekonzernen zu verhindern. Bemühungen auf EU-Ebene würden beispielsweise beim gemeinsamen Einkauf von Gas unterstützt, sagte Brunner. Die Abschaffung der Krisengewinne sei eine Frage der Finanzierung, „die sicher auch wichtig ist, aber natürlich Strom und Gas nicht billiger macht. Nationale Hemmnisse, nationales Handeln in diesem Bereich machen auch wenig Sinn“.
Brunner: Die Eliminierung der Krisengewinne ist eine große Finanzierungsfrage
Der Krieg in der Ukraine habe gezeigt, wie abhängig russisches Gas sei, sagte Brunner. In naher Zukunft sind die österreichischen Stauseen gut gefüllt, der Füllstand liegt bereits bei über 74 Prozent. „Das ist für diesen Winter. Aber wir müssen natürlich auch mittel- und langfristig denken.“
Gas-Fracking in Österreich – Brunner: „Denken gibt keine Verbote“
Deshalb beauftragte er die staatliche Beteiligungsgesellschaft ÖBAG mit der Untersuchung der aktuellen und zukünftigen Gassituation in Österreich. „Deshalb ist die ÖBAG, weil die ÖBAG eine sehr wichtige Schnittstelle für Beteiligungen in Österreich ist und auch die Aufgabe hat, den Standort weiterzuentwickeln, eine ihrer Hauptaufgaben“, so Brunner. Teil des Auftrags an die ÖBAG ist auch die Betrachtung von Good-Practice-Beispielen im Ausland und des Portfolios der ÖBAG sowie die Analyse des Potenzials für die Gasförderung in Österreich. „Es gibt keine Denkverbote“, sagte der Minister zum Thema umstrittenes Gas-Fracking in Österreich.