Bestes Tennis, viele Zuschauer und Favoritensiege

Beim österreichischen Finalisten hat es wieder nicht geklappt. Dennoch war die Rückkehr von Österreichs größtem Rollstuhltennisturnier nach Groß-Siegharts ein voller Erfolg. 60 Behindertensportler aus 20 Nationen kämpften bei den 33. sVersicherung Austrian Open um ein Rekordpreisgeld von 30.000 US-Dollar und machten das Turnier zu einem der größten Events der „Uniqlo Wheelchair Tennis Tour“ und der „ITF 2 More valued“-Serie. in der Welt Folglich lockte das Turnier auch die besten Spieler ins Waldviertel. Die Siege gingen an die Topgesetzten.

Im Endspiel der Männer am Sonntagmorgen standen sich der Amerikaner Casey Ratzlaff und der Japaner Takuya Miki den Nummern 3 und 1 des Turniers gegenüber. Die vollbesetzte Tribüne sah ein sportliches Match der Extraklasse, nach zweieinhalb Stunden gewann Miki mit 6:3 und 7:5.

Die große Hoffnung auf eine rot-weiß-rote Finalteilnahme, die österreichische Nummer eins Nico Langmann, startete gut in die Woche, spielte selbstbewusst, musste sich aber im Halbfinale gegen Ratzlaff zurückziehen – verlor in zwei Sätzen 3:6 und 6:7 standen sich die Einzelfinalisten auch im Doppelfinale gegenüber, diesmal Seite an Seite. Dort mussten sie sich allerdings den Schocksiegern Dahnon Ward und Andrew Penney geschlagen geben.

Auch bei den Damen gelang der Nummer eins der Turniersieg. Die derzeit in Topform befindliche Chinesin Zhenzhen Zhu holte ihren dritten Titel in drei Wochen. Im Finale besiegte sie die Französin Emmanuelle Mörch, die erstmals am Finale der Austrian Open teilnahm. Im Doppel holte sich Mörch mit ihrer deutschen Partnerin Katharina Krüger souverän den Titel.

Im Quad-Wettbewerb setzte sich Top-Favorit Ymanitu Silva aus Brasilien schließlich in einem hart umkämpften Match gegen Tomas Masaryk aus der Slowakei durch und gewann seinen ersten Siegharts-Titel. Die beiden Finalisten gewannen auch gemeinsam das Doppel.

Neben dem sportlichen Aspekt sind die Austrian Open dem großen gesellschaftlichen Ziel der aktiven Integration einen Schritt näher gekommen. 160 Freiwillige jeden Alters halfen gemeinsam und konzentrierten sich auf behinderte Sportler. Auch das öffentliche Interesse nahm deutlich zu.

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